Handy-Hersteller Sony Ericsson streicht Tausende Jobs

Die Wirtschaftskrise zwingt Sony Ericsson zu weiteren Sparmaßnahmen: Der Handy-Hersteller will sich von 2000 Mitarbeitern trennen. Im abgelaufenen Quartal hat der Konzern erneut tiefrote Zahlen geschrieben.


London - Sony Ericsson forciert seine Sparanstrengungen: Das Gemeinschaftsunternehmen des japanischen Elektronikkonzerns Sony und des schwedischen Telekomausrüsters Ericsson will 2000 Stellen streichen. Damit sollen die Kosten um 400 Millionen Euro pro Jahr gesenkt werden.

Sony-Ericsson-Handy: "Wir passen unser Geschäft an"
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Sony-Ericsson-Handy: "Wir passen unser Geschäft an"

"Wir passen unser Geschäft den neuen Marktrealitäten an, um das Unternehmen so schnell wie möglich wieder profitabel zu machen", begründete Vorstandschef Dick Komiyama die Einschnitte. Hintergrund ist die schwierige wirtschaftliche Lage: Sony Ericsson schätzt, dass die branchenweiten Handy-Verkäufe in diesem Jahr um mindestens zehn Prozent unter den 1,19 Milliarden des Vorjahres liegen werden. Bislang hatte das Unternehmen nur einen halb so großen Einbruch erwartet.

Der Umsatz des Handy-Herstellers fiel von Januar bis März im Vergleich zum Vorjahr von 2,7 Milliarden Euro auf 1,74 Milliarden Euro. Das führte zu einem Verlust vor Steuern von 370 Millionen Euro nach einem Gewinn von 193 Millionen Euro im ersten Quartal 2008. Ein Minus in dieser Größenordnung hatte Sony Ericsson bereits vor vier Wochen angekündigt.

Unterm Strich verschlechterte sich das Ergebnis von plus 133 auf minus 293 Millionen Euro. Bereits am Vortag hatte Branchenprimus Nokia schlechte Zahlen für den Jahresauftakt vermeldet, aber gleichzeitig die Hoffnung auf ein Ende der Talfahrt geweckt.

Sony Ericsson hat in der Vergangenheit zwei Sparprogramme über insgesamt 480 Millionen Euro aufgelegt. Im Zuge dessen sind bereits 2000 Mitarbeiter gegangen. Schon im Schlussquartal des vergangenen Jahres hatte der Konzern tiefrote Zahlen geschrieben.

suc/dpa/dpa-AFX



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