Handymarkt Microsoft soll sich mit Motorola verbünden

Der US-Software-Gigant Microsoft hat nach zahlreichen fehlgeschlagenen Versuchen nun offenbar doch eine Möglichkeit für den Einstieg in den Handymarkt gefunden. Die Nummer zwei der Handybranche soll sich angeboten haben, die Steigbügel zu halten.


Bislang mit wenig Erfolg im Handy-Geschäft: Microsoft-Zentrale in Redmond
AP

Bislang mit wenig Erfolg im Handy-Geschäft: Microsoft-Zentrale in Redmond

Hamburg - Der US-Handyhersteller Motorola wolle ein Mobiltelefon mit Software von Microsoft bauen, berichtet die "WirtschaftsWoche" in ihrer aktuellen Ausgabe. Damit würde erstmals ein großer Produzent die Mobilfunkplattform des Softwarekonzerns nutzen.

Motorola ist nach Nokia der zweitgrößte Handyhersteller der Welt. Bisher beträgt der Anteil des Konkurrenzstandard Symbian der fünf führenden Handyhersteller mehr als drei Viertel.

Bislang waren Microsofts Versuche, im Handymarkt Fuß zu fassen, von vielen Rückschlägen geprägt. Mit dem britischen Handybauer Sendo wollten die Redmonder ursprünglich Anfang des Jahres mit dem Modell Z100 das erste Handy mit Microsoft-Software auf den Markt bringen. Kurz vor Fertigstellung kündigte Sendo jedoch die Zusammenarbeit auf und wechselte zur "Symbian-Fraktion". Die einstigen Partner streiten sich seither vor Gericht.

Zuletzt wollte die Deutsche Telekom-Tochter T-Mobile im Sommer ein Handy mit Microsoft-Software auf den Markt bringen. Unter Hinweis auf "Qualitätsmängel" wurde der Marktstart allerdings auf unbestimmte Zeit verschoben.



© SPIEGEL ONLINE 2003
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.