Zur Ausgabe
Artikel 29 / 80

Haunschild unter Unions-Beschuß

*
aus DER SPIEGEL 19/1985

CDU-Mitglieder des Forschungsausschusses verlangen von Forschungsminister Heinz Riesenhuber, seinen beamteten Staatssekretär Hans-Hilger Haunschild zu entlassen. Die Abgeordneten sind verbittert über die Art, wie Haunschild, gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender der Kernforschungsanlage Jülich (KFA), gemeinsam mit KFA-Chef Wolf Häfele den Bau einer 2,9 Milliarden Mark teuren »Spallations-Neutronenquelle« durchzusetzen versucht. Das ist eine Art Neutronenkanone, mit deren Hilfe unter anderem Grundlagenforschung in der Materialkunde betrieben werden kann. Haunschilds neuester Patzer: Mit der Begründung, das KFA-Vorstandsmitglied Peter Engelmann sei nicht der geeignete Mann, den Bau der geplanten Neutronenkanone zu managen, verlängerte er dessen Vertrag nicht, sondern heuerte den Frankfurter Professor Werner Martienssen an. Der jedoch sagte inzwischen ab, weil Forschungsminister Riesenhuber das von Haunschild geförderte Großprojekt nicht befürworte.

Zur Ausgabe
Artikel 29 / 80
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.