Pannenflughafen BER-Betreiber brauchen 500 Millionen Euro

Erst plagten den Hauptstadtflughafen BER unzählige Baupannen - jetzt gerät er kurz vor seiner Eröffnung durch die Coronakrise auch noch in Geldnot. Der Aufsichtsrat berät am Freitag über eine Finanzspritze.
Notausgangsschild am BER

Notausgangsschild am BER

Foto: DPA

Gut drei Wochen vor der Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER berät der Aufsichtsrat der Betreibergesellschaft über Finanzprobleme. Im Wirtschaftsplan für das nächste Jahr klafft eine millionenschwere Finanzierungslücke. Rund 500 Millionen Euro fehlen, wie aus Regierungsunterlagen hervorgeht.

Die Geschäftsführung vermutet, dass 2021 nur etwa die Hälfte der üblichen Passagierzahl am BER abgefertigt wird. In diesem Jahr werden es in Tegel und Schönefeld wegen der Coronakrise weniger als ein Drittel des Üblichen sein.

Wegen des Einbruchs bei der Passagierzahl schießen die Flughafeneigentümer - also die Bundesländer Berlin und Brandenburg sowie der Bund - schon im laufenden Jahr 300 Millionen Euro zu. Angesichts der großen Krise in der Luftfahrt sehen die Verantwortlichen geringe Chancen auf günstige Bankkredite.

ssu/dpa