Hauptstadtflughafen Julia Klöckner als Erste am BER gelandet

Historischer Moment um 9 Uhr morgens: Mit der Landung von Ministerin Klöckner ist das Regierungsterminal am Hauptstadtflughafen in Betrieb gegangen.
Eine Passantin am alten Flughafen Schönefeld, der jetzt BER Terminal 5 heißt.

Eine Passantin am alten Flughafen Schönefeld, der jetzt BER Terminal 5 heißt.

Foto: Kay Nietfeld / DPA

Mit der Ankunft von Agrarministerin Julia Klöckner aus Luxemburg ist an diesem Mittwoch das Regierungsterminal am neuen Hauptstadtflughafen BER in Betrieb genommen worden. Ab sofort werden dort alle Flüge des Bundespräsidenten, der Kanzlerin und ihrer Minister mit der Flugbereitschaft der Bundeswehr abgefertigt und außerdem auch die Gäste der Bundesregierung aus dem Ausland empfangen. Der gesamte Flughafen soll dann in zehn Tagen am 31. Oktober eröffnet werden.  

Klöckner kehrte von einem EU-Agrarministertreffen aus Luxemburg zurück und kam nach Angaben eines Sprechers gegen 9 Uhr am neuen Hauptstadtflughafen an. Wer der erste Staatsgast sein wird, der dort empfangen wird, ist noch unklar. Wegen der Corona-Pandemie haben auch Spitzenpolitiker ihre Reisen stark eingeschränkt.

Umzug nach 26 Jahren Flugbetrieb über Tegel

26 Jahre lang waren die weißen VIP-Maschinen der Luftwaffe mit dem schwarz-rot-goldenen Streifen in Tegel gelandet, um Regierungsmitglieder und ihre Delegationen abzuholen oder wieder nach Berlin zurückzubringen. Von dort werden ab sofort nur noch die Hubschrauber der Bundeswehr-Flugbereitschaft fliegen. Der Heimatflughafen der Flugzeuge bleibt zunächst noch Köln/Bonn. Der Umzug nach Berlin wird voraussichtlich erst Ende der Zwanzigerjahre erfolgen. Die Flugbereitschaft verfügt über 19 Flugzeuge unterschiedlicher Typen und drei Hubschrauber für den Personentransport.

Wegen der jahrelangen Verzögerungen plant der Chef des Berliner Airports, Engelbert Lütke Daldrup, zur bevorstehenden Eröffnung des neuen Flughafens am 31. Oktober keine große Feier. Durch die Probleme beim Bau des Großflughafens seien Berlin und ganz Deutschland zur "Lachnummer" geworden. "Wir deutschen Ingenieure haben uns geschämt", hatte der Manager jüngst gesagt.

caw/dpa