Herbstgutachten Langsameres Wachstum

Die sechs führenden Wirtschaftsforschungsinstitute gehen davon aus, dass sich das Wachstum im kommenden Jahr abschwächen wird. Arbeitslosigkeit und Inflation sollen jedoch ebenfalls sinken.


AFP

Berlin - Die Institute sagen für das Jahr 2000 in Deutschland ein Wirtschaftswachstum von drei Prozent und für das Jahr 2001 ein Wachstum von 2,7 Prozent voraus. Für 2000 haben sich die Konjunkturforscher damit der Bundesregierung angenähert, die bereits im Oktober 3,0 Prozent Wachstum in Aussicht gestellt hatte. Im Frühjahrsgutachten hatten die Wirtschaftsforscher noch 2,8 Prozent für 2000 vorausgesagt.

Die Zahl der Arbeitslosen wird nach Einschätzung der Wirtschaftswissenschaftler weiter sinken: in diesem Jahr auf 3,89 Millionen und im Jahr 2001 auf 3,6 Millionen. Das entspräche einer Arbeitslosenquote für Deutschland von 9,2 Prozent in diesem und von 8,5 Prozent im kommenden Jahr.

Nach der Voraussage der Experten werden die Verbraucherpreise im Jahr 2000 gegenüber dem Vorjahr um 1,9 Prozent ansteigen, im kommenden Jahr soll der Preisanstieg bei 1,7 Prozent liegen. Die Preisstabilität wäre nach dieser Prognose zumindest in Deutschland nicht in Gefahr.

Das Gutachten wird gemeinsam von dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, Berlin, dem Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archiv, dem Münchener ifo-Institut, dem Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel, dem Institut für Wirtschaftsforschung in Halle, sowie dem Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung, Essen, halbjährlich erstellt.



© SPIEGEL ONLINE 2000
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.