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Rohstoffe Hitzewelle treibt Rapspreise

aus DER SPIEGEL 29/2021

Die extreme Hitze in Teilen Nordamerikas lässt den Raps verdorren – und treibt die Notierungen auf Rekordhöhe. An der Börse im kanadischen Winnipeg hat sich der Preis binnen eines Jahres verdoppelt. Kanada ist mit 18,7 Millionen Tonnen jährlich weltgrößter Rapsproduzent, das Land beherrscht gut ein Viertel des globalen Geschäfts mit der Frucht. Aus den Rapssamen wird Pflanzenöl hergestellt, daraus wiederum auch Biodiesel, der dem herkömmlichen fossilen Kraftstoff beigemischt wird. Die Hitze mit Temperaturen von fast 50 Grad Celsius in der kanadischen Prärie hat die Ernteerwartungen geschmälert, in manchen Provinzen droht der Totalausfall, deshalb ziehen die Preise an. »Raps bleibt knapp«, erwartet die Commerzbank-Analystin Michaela Helbing-Kuhl. Das Preishoch könnte ein Anreiz sein, dass auch in der EU wieder mehr angebaut wird. Andererseits hat das Verbot einiger Pflanzenschutzmittel die Produktion in Europa sinken lassen, auch der Bedarf an Biodiesel wird sich laut EU-Prognose abschwächen.

aju
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