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LUFTFAHRT Höhenflug mit Risiken

aus DER SPIEGEL 4/2004

Airline-Aktien gelten bei vorsichtigen Anlegern spätestens seit den Terroranschlägen in den USA vom September 2001 als tabu. Doch wer vor einem halben Jahr bei einem der führenden europäischen Unternehmen einstieg, konnte einen guten Schnitt machen. Die Papiere der Platzhirsche British Airways, Lufthansa und Air France legten um bis zu 100 Prozent zu. Die Investoren spekulieren darauf, dass ein Anziehen der Konjunktur Auslastung und Preise nach oben treibt. Doch ein Anschlag oder das Wiederaufflammen der Lungenseuche Sars könnte den Höhenflug schnell beenden. Die Briten profitieren noch immer von ihrem Quasi-Monopol am Flughafen London-Heathrow. Das könnte allerdings schon bald durchlöchert werden, wenn sich Regierung und EU mit den USA auf ein liberaleres Luftfahrtabkommen einigen. Bei der Lufthansa monieren kritische Analysten, dass der neue Vorstandschef Wolfgang Mayrhuber die überfällige Neuausrichtung nur zögernd vorantreibt. Langfristig könnte es lohnender sein, bei dem Lufthansa-Rivalen Air France anzudocken. Wird dessen Fusion mit der niederländischen KLM ein Erfolg, kann der neue Gigant den Deutschen und Engländern über die Drehscheiben in Paris und Amsterdam kräftig Passagiere absaugen.

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