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AKTIEN Hoffnungen am Bosporus

aus DER SPIEGEL 52/2002

Mit einem Plus von zeitweise über 50 Prozent seit Anfang Oktober hat der türkische Aktienmarkt eine rekordverdächtige Entwicklung an den internationalen Finanzmärkten hingelegt. Nach dem klaren Sieg der prowestlichen Gerechtigkeits- und Entwicklungspartei AKP überwiegt die Hoffnung, dass endlich die zerrütteten Finanzen am Bosporus in Ordnung gebracht werden können und die Hilfen des IWF weiter reichlich fließen. Dass den Türken erstmals ein konkretes Datum für die Beitrittsverhandlungen mit der EU genannt wurde, spielt derzeit an der Börse keine Rolle: Das Jahr 2005 ist noch lange hin, zurzeit überwiegen an der Börse die Sorgen vor einem möglichen Krieg im Nachbarland Irak. Doch für langfristig orientierte Investoren könnte der Aktienmarkt eines möglichen EU-Kandidaten Türkei interessant sein. Um sich zu qualifizieren, will die türkische Regierung eine ganze Reihe ökonomischer Reformen angehen, die auch internationale Investoren wieder ins Land ziehen könnten. So stehen etwa Privatisierungen des Kreditinstituts Isbank und der Ölraffinerie Tupras an.

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