Hohe Kosten Lufthansa erleidet Gewinneinbruch

Die Lufthansa hat im ersten Halbjahr 2001 wegen der Kosten des Pilotenstreiks, dem neuen Tarifabschluss sowie der Konjunkturschwäche ein deutlich schwächeres Ergebnis erwirtschaftet.


Lufthansa-Maschine am Flughafen München
DPA

Lufthansa-Maschine am Flughafen München

Frankfurt am Main - Der operative Konzerngewinn von Januar bis Juni sei von 349 Millionen Euro um rund 70 Prozent auf 105 Millionen Euro gesunken, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Frankfurt mit. Der Umsatz stieg um 13,7 Prozent auf 7,8 Milliarden Euro. Für das Gesamtjahr werde aber weiter ein operativer Gewinn von 700 bis 750 Millionen Euro erwartet.

"Dieser Planung liegen eine Erholung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie weiterhin stabile Durchschnittserlöse zu Grunde", heißt es im Halbjahresbericht der Lufthansa. Insbesondere für den Frachtbereich - Lufthansa Cargo - sei dies von entscheidender Bedeutung. Lufthansa hatte im Juni seine ursprüngliche Gewinn-Prognose von einer Milliarde Euro herunter gesetzt, da die Auslastung beim ehemaligen Staatskonzern in Europa in den ersten sechs Monaten des Jahres rückläufig gewesen seien.

Im ersten Halbjahr wurde das operative Ergebnis vor allem durch den Pilotenstreik nach unten gezogen: Die drei Streiktage im Mai haben zu Belastungen von 75 Millionen Euro geführt, die vollkommen im ersten Halbjahr berücksichtigt wurden. Die durch den neuen Tarifabschluss für das Cockpitpersonal entstehende Kosten von 125 Millionen Euro sind nach Unternehmensangaben anteilig mit 85 Millionen Euro in das Halbjahresergebnis eingeflossen. Außerdem sei der Rückgang beim operativen Gewinn durch zusätzliche Aufwendungen für Treibstoff und Personal sowie durch Belastungen aus Infrastrukturengpässen in der Luft zurückzuführen.



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