Hohe Strom- und Gaspreise Brüssel will Macht der Konzerne brechen

Seit Jahren steigen die Gewinne der Energiekonzerne in immer weitere Höhen. Doch nun könnte es für die Unternehmen eng werden: Brüssel holt zum Schlag gegen die Branche aus.


Brüssel – EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes macht mit ihren Drohungen Ernst. So will sie verstärkt gegen Wettbewerbsverstöße vorgehen und Fusionen mit harten Auflagen versehen.

Kommissarin Neelie Kroes: Die Konzerne sollen die Kontrolle über Pipelines und Stromnetze verlieren
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Kommissarin Neelie Kroes: Die Konzerne sollen die Kontrolle über Pipelines und Stromnetze verlieren

Unter Umständen sollen die Konzerne sogar die Kontrolle über Pipelines und Stromnetze abgeben müssen. Das berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf Kroes' Abschlussbericht zur Wettbewerbssituation auf dem Energiemarkt. Kroes will diesen am kommenden Mittwoch offiziell vorstellen.

Der Bericht prangert Kartellverhalten von Großkonzernen und andere Hindernisse auf dem Energiemarkt an. "Die Marktkonzentration wurde als großes Risiko für den Erfolg des Liberalisierungsprozesses identifiziert. Die vor der Liberalisierung bestehende Marktmacht von Monopolen ist noch nicht ausgemerzt", zitiert die Zeitung aus dem Dokument.

Um für mehr Wettbewerb zu sorgen, will Kroes die Konzerne nun zwingen, Langzeitverträge mit Kunden und Lieferanten aufzugeben. Betroffen wären zum Beispiel Konzerne wie E.on Chart zeigen, Gaz de France Chart zeigen oder Italiens Eni.

wal/dpa



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