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KONZERNE Holzmann und WestLB streiten um 87 Millionen Mark

aus DER SPIEGEL 45/2000

Die Westdeutsche Landesbank (WestLB) muss möglicherweise bis zu 87 Millionen Mark an den Baukonzern Philipp Holzmann zurückzahlen - und zwar in Folge eines feindlichen Übernahmeversuchs, bei der die WestLB 1994 eine wichtige Rolle spielte. Einerseits war Bankchef Friedel Neuber seit 1993 Aufsichtsrat der RWE. Deren Tochter, die Hochtief AG, wollte damals die Philipp Holzmann AG schlucken. Andererseits wurde Neuber von Holzmann gebeten, fünf Prozent der Aktien des Konzerns zu kaufen, um genau diesen Übernahmeversuch zu verhindern. Neuber ließ sich nicht nur die Re-Finanzierungskosten und jeden Wertverlust der Aktien ausgleichen, sondern verlangte obendrein noch eine »Marge«, berichten Insider. Nach dem Kursverfall der Holzmann-Aktien stellte die WestLB nach Erkenntnissen der ermittelnden Staatsanwälte in Frankfurt drei Scheinrechnungen für nicht erbrachte Beratungsleistungen über 87 Millionen Mark plus Mehrwertsteuer aus. Holzmann zahlte damals. Die neue Konzernführung bei Holzmann verhandelt jetzt mit der WestLB, ob diese Rechnungen rechtens waren und will, falls es Rückzahlungsansprüche gebe, diese auch geltend machen. Die Bank versichert, alle Zahlungen seien »in voller Höhe mit Rechtsgrund erfolgt«.

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