Roboterauto Hyundai betrachtet Gespräche mit Apple als beendet

Nachrichten über Verhandlungen mit Apple hatten die Fantasien der Anleger beflügelt. Jetzt verpassten die Autobauer Hyundai und Kia dem Hype um ein autonom fahrendes Modell einen herben Dämpfer.
Autonom fahrender Hyundai Ioniq: Angst vor der Rolle des Juniorpartners

Autonom fahrender Hyundai Ioniq: Angst vor der Rolle des Juniorpartners

Foto: JUNG YEON-JE/ AFP

Hyundai hat seine Gespräche mit Apple über die Entwicklung von Roboterautos offenbar wieder beendet. Derzeit werde mit dem US-Konzern nicht verhandelt, teilte der südkoreanische Autobauer am Montag mit. Erst vor gut einem Monat hatte der Konzern bestätigt, mit dem iPhone-Hersteller Gespräche über autonomes Fahren zu führen – und damit eine Rallye am Aktienmarkt ausgelöst. Am Montag gab die Hyundai-Aktie dann mehr als sechs Prozent nach, während die Tochter Kia sogar fast 15 Prozent an Börsenwert verlor. Kia wurde als Partner von Apple vor Ort gehandelt. Insidern zufolge hatte man sich intern wohl gesorgt, letztlich bei einem Deal die Position eines bloßen Auftragsfertigers für Apple nach dem Beispiel von Foxconn einzunehmen.

Ursprünglich hieß es, beide Firmen wollten bis 2027 selbstfahrende E-Autos und Akkus entwickeln. Apple hatte sich zu solchen Plänen nie geäußert. Reuters hatte kurz vor Weihnachten unter Berufung auf Insider berichtet, der Silicon-Valley-Konzern wolle bis 2024 ein autonomes Fahrzeug an den Start bringen. Nun gab Hyundai lediglich bekannt, regelmäßig Anfragen von Firmen für die gemeinsame Entwicklung von autonom fahrenden Elektrofahrzeugen zu erhalten.

mik/Reuters
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