ICN Siemens krempelt kränkelnde Netzwerksparte um

Siemens Festnetz-Sparte ICN kommt aus der Krise nicht heraus. Nun wird der gesamte Geschäftsbereich umgebaut, 2300 Mitarbeiter müssen gehen.


Festnetz-Sparte bleibt das Sorgenkind: Siemens-Zentrale in München
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Festnetz-Sparte bleibt das Sorgenkind: Siemens-Zentrale in München

München - Siemens Chart zeigen kündigte am Dienstag an, ICN erhalte eine neue Struktur. Das Geschäft mit Netzbetreibern werde in einer Einheit gebündelt. Damit würden in der Sparte ICN Kosten gespart. Durch den Umbau fielen 2300 Stellen in der Münchner ICN-Zentrale weg. Dies hatte Siemens bereits Mitte August angekündigt.

Zuvor hatte das "Handelsblatt" berichtet, Siemens werde bei ICN weitere 4000 Mitarbeiter entlassen. Netzwerk-Chef Thomas Ganswindt sagte am Dienstag hingegen, er gehe davon aus, dass mit dem Umbau der Sparte "die notwendigen Anpassungen bei ICN abgeschlossen sind".

Die Festnetz-Sparte von Siemens leidet bereits seit langem unter der Kaufzurückhaltung der großen Telefonkonzerne, die den Ausbau ihrer Netzwerke nahezu eingefroren haben. Der Umsatz und die Auftragseingänge sollen im abgelaufenen Quartal um rund 30 Prozent eingebrochen sein. Darüber hinaus sollen rund 84 Millionen Euro an Verlusten angefallen sein. Die Aufwendungen für die Neustrukturierung - dazu gehören auch die Kosten für die Abfindungen der entlassenen Mitarbeiter - dürften das Minus in den kommenden Monaten noch vergrößern.



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