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25. September 2007, 10:22 Uhr

Ifo-Index

Geschäftsklima schlechter als erwartet

Deutschlands Unternehmer geben sich überraschend pessimistisch: Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im September um 1,6 Punkte auf 104,2 Zähler abgesackt. Damit hat sich die Stimmung in der Wirtschaft wesentlich stärker abgekühlt als erwartet.

München – Es ist der vierte Rückgang in Folge: Schon von Juli auf August war der Ifo-Index überraschend stark gesunken - von 106,4 auf 105,8 Punkte. Im September sackte das Stimmungsbarometer sogar auf 104,2 Zähler ab. "Erste konjunkturelle Bremsspuren sind sichtbar. Dazu dürften auch die Ereignisse an den Finanzmärkten beigetragen haben", interpretierte Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn das Ergebnis.

Volkswirte hatten zwar erwartet, dass die Stimmung sich abkühlen würde – ganz so mies hatten sie die Laune der deutschen Manager aber nicht eingeschätzt. Sie rechneten mit einem Rückgang auf 105 Punkte.

Im Detail sieht das September-Ergebnis so aus: Die Geschäftserwartungen der befragten Firmen verschlechterten sich von 100,4 Punkten im Vormonat auf 98,7 Punkte. Die Einschätzung der Geschäftslage trübte sich von 111,4 Punkten im Vormonat auf 109,9 Punkte ein.

Für den Ifo-Index werden monatlich rund 7000 Unternehmen nach ihrer aktuellen Geschäftslage und nach ihren Erwartungen für die kommenden sechs Monaten gefragt. Der Index gilt als wichtigstes Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft.

ase/AFP/dpa-AFX

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