Ifo-Index Wirtschaftsklima kühlt sich leicht ab

Angesichts hoher Ölpreise und des ungüstigen Euro-Wechselkurses ist die Stimmung in der deutschen Wirtschaft im Mai nach dem Rekord vom Vormonat wieder leicht gesunken – allerdings nicht ganz so stark wie von den Experten erwartet.


München - Der Ifo-Geschäftsklimaindex sank von 105,9 Punkten im April geringfügig auf 105,6 Punkte im Mai, teilte das Münchener Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung heute mit. Der unter mehr als 7000 Unternehmen erhobene Ifo-Geschäftsklimaindex gilt als eines der wichtigsten Stimmungsbarometer der deutschen Wirtschaft.

Nach dem 15-Jahre-Hoch die Delle im Mai: Geschäftsklimaindex
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Nach dem 15-Jahre-Hoch die Delle im Mai: Geschäftsklimaindex

Der Rückgang ist der erste nach fünf Anstiegen in Folge. Im April hatte der Index sogar ein neues 15-Jahres-Hoch erreicht.

Experten hatten für den Mai sogar mit einem stärkeren Rückgang gerechnet als er jetzt eingetreten ist: Sie hatten prognostiziert, dass der Index auf durchschnittlich 105,0 Punkte sinken werde.

Die Unternehmen sehen wesentlich skeptischer in die Zukunft als in den Monaten zuvor. Die Aussichten für die kommenden sechs Monate beurteilten die Unternehmen deutlich schlechter als in den Vormonaten. Der Teilindex der Erwartungen fiel von 105,5 auf 104,0 Punkte.

Insgesamt bleibt die Stimmung in der Wirtschaft dennoch so gut wie vor 15 Jahren nach dem Wiedervereinigungsboom. Ihre aktuelle Geschäftssituation bewerteten die befragten Unternehmen erneut besser als im Vormonat. Der Teilindex der Lage zog von 106,4 auf 107,3 Punkte an.

ank/dpa/Reuters/AP



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