Ifo-Institut Wirtschaft rechnet mit Einschränkungen für weitere 8,5 Monate

Die Coronakrise wird die deutsche Wirtschaft noch bis in den April 2021 beeinträchtigen, sagen Unternehmen in einer Umfrage des Ifo-Instituts. Manche Branchen werde es noch länger treffen.
Leere Cafés, eingeschränkter Betrieb: Die Gastronomie leidet noch immer unter der Coronakrise.

Leere Cafés, eingeschränkter Betrieb: Die Gastronomie leidet noch immer unter der Coronakrise.

Foto: Sebastian Gollnow/ DPA

Die deutsche Wirtschaft rechnet laut einer Umfrage des Ifo-Instituts mit einer virusbedingten Einschränkung des öffentlichen Lebens für weitere 8,5 Monate. Die Dienstleister erwarten 8,9 Monate, der Handel 8,6 Monate, der Bau 8,2 und die Industrie 7,8 Monate, teilen die Ifo-Wirtschaftsforscher unter Berufung auf eine Sonderfrage mit.

Freizeitbranche am längsten betroffen

Die längsten Einschränkungen befürchten laut Umfrage Firmen der Freizeitbranche: 13 Monate würden Dienstleister im Bereich Sport, Unterhaltung und Erholung von der Coronakrise noch betroffen sein. Auch künstlerische Tätigkeiten und die Gastronomie erwarten mit 11,0 Monaten noch lange die Folgen der Pandemie zu spüren. Bei Erziehung und Unterricht werden durchschnittlich 10,0 Monate erwartet. In der Beherbergung rechnen die Unternehmen mit Einschränkungen von rund 9,3 Monaten, auch die Schifffahrt rechnet noch mit einem Dreivierteljahr (9,1 Monate). Die am kürzesten betroffenen Dienstleister sind demnach Post- und Kurierdienste (6,6 Monate).

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Beim verarbeitenden Gewerbe werden demnach die - stark reiseabhängigen - Hersteller von Lederwaren mit 11,2 Monaten besonders langfristig betroffen sein. Fast nur halb so lange - 6,4 Monate - rechnen die Getränkehersteller mit negativen Corona-Folgen. Die Hersteller von Bekleidung erwarten weitere 9,3 Monate und die Textilhersteller 9,0 Monate. Die Chemie erwartet 8,2 Monate und der Maschinenbau 7,9 Monate.

Der Großhandel rechnet mit 8,4 Monaten, der Einzelhandel mit 8,8 Monaten.

caw/Reuters
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