Ifo-Zahlen Unternehmen suchen wieder Mitarbeiter

Das Wirtschaftsleben nimmt allmählich wieder Fahrt auf. Diese Entwicklung wirkt sich auch auf das Stellenangebot aus. Allerdings profitieren nicht alle Branchen gleichermaßen.
Einkaufsstraße in Düsseldorf: Handel macht deutlichen Sprung nach oben

Einkaufsstraße in Düsseldorf: Handel macht deutlichen Sprung nach oben

Foto: Ralph Peters / imago images/Ralph Peters

Mit anziehender Konjunktur planen wieder mehr deutsche Unternehmen mit Neueinstellungen. Das Beschäftigungsbarometer kletterte im September um 0,9 auf 96,3 Punkte und damit zum fünften Mal in Folge, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag zu seiner monatlichen Unternehmensumfrage mitteilte. Es ist der höchste Wert seit Februar. Mit dem Beginn der Coronakrise war die Einstellungsbereitschaft der Firmen deutlich geringer geworden.

"Die wirtschaftliche Erholung spiegelt sich mehr und mehr auch in der Beschäftigung wider", sagte Ifo-Experte Klaus Wohlrabe. Das Institut rechnet nach dem historischen Corona-Einbruch von 9,7 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt im Frühjahr im zu Ende gehenden Sommerquartal mit einem Wachstum von 6,6 Prozent.

Die Industrie setzte ihren Aufwärtstrend zuletzt fort. "Insgesamt werden jedoch immer noch eher Mitarbeiter entlassen als eingestellt", sagte Wohlrabe. Die Dienstleister planen dagegen, mehr Personal einzustellen - insbesondere die IT-Dienstleister. Im Handel machte das Beschäftigungsbarometer einen deutlichen Sprung nach oben. Auch im Bauhauptgewerbe planen die Unternehmen nun, ihr Personal aufzustocken.

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Das Ifo-Beschäftigungsbarometer basiert auf rund 9000 monatlichen Meldungen von Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes, des Bauhauptgewerbes, des Groß- und Einzelhandels und des Dienstleistungssektors. Die Unternehmen werden gebeten, ihre Beschäftigtenplanungen für die nächsten drei Monate mitzuteilen. Sie können ihre Planungen für die Zahl der Beschäftigten für die nächsten drei Monate als "zunehmen", "gleich bleiben" oder "abnehmen" kennzeichnen. Für die Berechnung der Indexwerte wurde das Jahr 2015 als Ausgangspunkt festgelegt.

mik/Reuters
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