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TARIFVERHANDLUNGEN IG Metall rechnet mit schnellem Abschluss

aus DER SPIEGEL 16/2007

Hartmut Meine, der Verhandlungsführer der IG Metall für den Bezirk Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, rechnet noch in diesem Monat mit einem Tarifabschluss für die Metall- und Elektroindustrie. »Es müsste diesmal möglich sein, in der Friedenspflicht einen Abschluss erzielen zu können«, sagte Meine. Die Friedenspflicht endet am 27. April. Bisher hat sich nur sein Tarifbezirk auf eine vierte Verhandlungsrunde mit den Arbeitgebern vor Ablauf der Frist verständigt. Meine geht davon aus, dass die Arbeitgeber einen Warnstreik nicht verkraften könnten. »In den Betrieben herrscht eine Kapazitätsauslastung von bis zu 90 Prozent, in der Vergangenheit war sie häufig bei 75 Prozent«, so der Gewerkschafter. »Aus einigen Betrieben berichten mir Betriebsräte sogar von Rückständen in der Auslieferung.« Massive Warnstreiks würden die Arbeitgeber daher empfindlich treffen. Für den Fall, dass sich die Tarifpartner am 27. April nicht einigen können, kündigt Meine jedoch »flächendeckende« Warnstreiks an, von denen »alle relevanten Betriebe« betroffen sein würden. »Wir werden nicht klein anfangen, sondern gleich klotzen«, drohte Meine. Die Warnstreiks sollen dann maximal zwei Wochen andauern, bevor nach einer Urabstimmung der klassische Arbeitskampf beginnt. »Spätestens Mitte Mai wird eine Entscheidung über richtige Streiks fallen«, warnte der Gewerkschafter.

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