Illegale Beschäftigung Wal Mart akzeptiert elf Millionen Dollar Strafe

Der US-Handelskonzern Wal Mart hat einer Strafzahlung in Höhe von elf Millionen Dollar zugestimmt, um einen heiklen Fall vom Tisch zu bekommen. In einigen Filialen waren illegale Einwanderer für die Reinigung beschäftigt worden - nach Angaben der Anwälte unter Missachtung jeglicher Ethik-Regeln.

Washington - Insgesamt 250 Fälle sind dokumentiert, in denen die Handelskette illegale Einwanderer über einen Hausmeister-Service angestellt hatte. Die Mexikaner, Polen, Russen oder Mongolen mussten an sieben Tagen oder Nächten pro Woche Putzdienste leisten. Überstunden seien nicht vergütet worden, erklärte James Lindsey, der die Betroffenen als Anwalt vertritt. Außerdem habe im Falle von Arbeitsunfällen keinerlei Absicherung existiert. Die Arbeiter der Nachtschichten seien zudem oft in der jeweiligen Filiale eingesperrt worden.

Die Ermittlungen hatten sich über längere Zeit hingezogen. Im vergangenen Oktober schließlich hatten Fahnder in einer gemeinsamen Aktion 60 Wal-Mart-Filialen in 21 Bundesstaaten der USA durchsucht und Mitarbeiter ohne Aufenthaltsgenehmigung ausfindig gemacht. Dass die Geschäftsleitung über deren Anstellungen informiert gewesen sei, belegten Abhörprotokolle, sagte ein Ermittler.

Offizielle Stellungnahmen zu der Erledigung des Falles waren heute weder von Seiten der Staatsanwaltschaft zu erhalten, noch von Wal Marts Geschäftsführung. Erledigt ist ohnehin nur das Strafverfahren. Die Betroffenen Arbeiter wollen jetzt noch in einem Zivilverfahren Schadenersatz erstreiten.

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