Illegaler Waffenverkauf Wal-Mart muss 14,5 Millionen Dollar zahlen

Der US-Einzelhandelsgigant Wal-Mart zahlt mehrere Millionen Dollar Bußgeld, weil er Schusswaffen an Unbefugte oder ohne nötige Überprüfung der Personalien verkauft hat. Von 2000 bis 2003 hat der Konzern allein in Kalifornien mehrere tausend Mal nachweislich gegen die Bestimmungen verstoßen.

Sacramento - Wal-Mart wird fünf Millionen Dollar Geldbuße zahlen, vier Millionen zur Finanzierung von strikteren Sicherheitschecks zur Kontrolle der Waffengesetze beisteuern - und weitere Millionen investieren, um künftig die Einhaltung der Bestimmungen in den eigenen Filialen sicherzustellen. Dies geht aus einem Vergleich hervor, den der Generalstaatsanwalt Kaliforniens nun bekannt machte.

Wal-Mart hatte bereits im April 2003 den Verkauf von Schusswaffen an seinen 114 kalifornischen Standorten eingestellt, nachdem zunächst Verstöße in einem halben Dutzend Filialen nachgewiesen worden waren. Eine anschließende Untersuchung des kalifornischen Justizministeriums hatte ergeben, dass die Kette in dem Bundesstaat insgesamt mehr als 3000 Mal gegen die Waffengesetze verstoßen hatte.

Glückliches Hawaii

Demnach soll Wal-Mart wiederholt Waffen an Unbefugte verkauft haben oder sie an Mittelsmänner abgegeben haben, die sie an nicht Befugte weiterreichten. In anderen Fällen hätten die Angestellten versäumt, wie vorgeschrieben vor dem Verkauf Informationen über die potenziellen Waffenkunden einzuholen oder deren Fingerabdrücke abzunehmen.

Der Vergleich gestattet Wal-Mart ausdrücklich, wieder Waffen in Kalifornien zu verkaufen. Nach Angaben eines Sprechers hat der Konzern aber noch nicht entschieden, ob er von dieser Möglichkeit künftig erneut Gebrauch machen wird. Wal-Mart betätigt sich gegenwärtig in allen US-Bundesstaaten außer Kalifornien, New Jersey und Hawaii als Waffenverkäufer.

Matthias Streitz

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