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10. April 2007, 12:15 Uhr

Imagewechsel bei Puma

Von der Ramschware zur Weltmarke

Ein Aufstieg, wie er atemberaubender nicht sein könnte: Die Artikel des Sportartikelkonzerns Puma galten noch Anfang der neunziger Jahre als Ramschware auf den Wühltischen. Das hat sich geändert - inzwischen gilt Puma als eine der begehrtesten Lifestyle-Marken der Welt.

Herzogenaurach - Grund dafür war der Amtsantritt von Vorstandschef Jochen Zeitz im Jahr 1993. Zeitz verschmolz die Bereiche Sport und Mode und machte Puma zu einer der angesagtesten Lifestyle-Marken der Welt mit einem Umsatz von zuletzt 2,4 Milliarden Euro und einem Gewinn von 263 Millionen Euro. Das Unternehmen aus dem fränkischen Herzogenaurach ist als Sportartikelausrüster weltweit die Nummer drei hinter Nike und adidas . 2006 feierte Puma als Partner von Fußball-Weltmeister Italien seinen größten Erfolg.

Dabei haben Puma und der Ortsrivale adidas gemeinsame Wurzeln: Die Brüder Adi und Rudolf Dassler führten in Herzogenaurach seit 1924 gemeinsam einen Schuhmacherbetrieb. Nachdem sie sich entzweit hatten, gründete jeder sein eigenes Unternehmen: Adi Dasslers Firma hieß fortan "adidas", Bruder Rudolf setzte 1948 die "Puma Schuhfabrik" mit der Raubkatze als Markenzeichen dagegen. Berühmtester Fußballer in Puma-Schuhen wurde Pelé. Boris Becker gewann in Puma-Schuhen 1985 seinen ersten Wimbledon-Titel.

1986 wurde Puma in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und ging an die Börse. Die US-Filmproduktionsgesellschaft Monarchy/Regency wurde 1997 Großaktionär mit einem Anteil von 25 Prozent. 2003 stiegen die Amerikaner wieder aus. Die Aktien gingen an einen breit gestreuten Kreis von internationalen institutionellen Anlegern. Zwei Jahre später beteiligte sich die Mayfair Vermögensverwaltungsgesellschaft der Tchibo-Erben Günter und Daniela Herz mit 25,27 Prozent an Puma und wurde neuer Hauptaktionär.

sam/dpa

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