Weniger Eigenkapital SPD plant neue Initiative für privates Wohneigentum

Inzwischen genügt nicht mal mehr ein solides Einkommen für den Erwerb von Wohneigentum, wenn das Eigenkapital fehlt. Genau da will die SPD ansetzen.
Einfamilienhäuser: Alternativen zum Eigenkapital gesucht

Einfamilienhäuser: Alternativen zum Eigenkapital gesucht

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Die SPD will ein neues Instrument zur Förderung von Wohneigentum schaffen. »Es geht letztlich darum, Eigenkapital zu ersetzen«, sagte SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert der »Augsburger Allgemeinen«. Es brauche ein staatliches Programm, um Haushalten mit stabilem Einkommen aber ohne große Rücklagen den Weg ins Eigentum zu ermöglichen. Im Bauministerium von SPD-Ministerin Klara Geywitz werde daran gearbeitet.

Viele Menschen brächten anständige Löhne nach Hause, führte Kühnert aus. »Aber wenn man von zu Hause aus nichts in die Finanzierung einbringen kann, dann kommt der Kauf gar nicht erst zustande.«

Mit Blick auf das Ziel der Regierung, jährlich 400.000 neue Wohnungen zu schaffen, zeigte sich Kühnert zuversichtlich. Das Ziel sei »sportlich«, aber »möglich, wenn alle ihren Beitrag dazu leisten«. Experten und Verbände der Bauwirtschaft hingegen betrachten das Vorhaben schon jetzt als gescheitert. Das hängt allerdings nicht nur mit der schleppenden Erteilung von Baugenehmigungen und immer strengeren behördlichen Auflagen zusammen, sondern auch mit der drastischen Verteuerung von Baumaterialien und dem Mangel an Arbeitskräften.

mik/AFP
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