Infineon Versuchsballons an die Börse

Der Chip-Hersteller Infineon will Teile seines Unternehmens an die Börse bringen. Nach ersten Tests mit kleineren Emissionen will Infineon-Chef Ulrich Schumacher ganze Segmente ausgliedern.


Plant weitere Börsengänge: Infineon-Chef Schumacher
REUTERS

Plant weitere Börsengänge: Infineon-Chef Schumacher

München - Bedingung für die Börsengänge ist nach den Worten der Unternehmenssprecherin Katja Schlendorf die weitere Entwicklung der Infineon-Aktie. "Wir schauen uns die verschiedenen Geschäftsfelder an," sagte sie. Konkretere Angaben wollte sie am Dienstag noch nicht machen.

Einem Bericht der "Financial Times Deutschland" zufolge sollen kleinere Einheiten von Infineon schon im nächsten Jahr am Neuen Markt in Frankfurt oder an der Technologiebörse Nasdaq in New York gehandelt werden. Infineon habe so die Möglichkeit, die hohen Investitionen von jährlich rund einer Milliarde Euro zu decken. Schumacher könne sich kleinere Emissionen als "Versuchsballons" vorstellen. Sollten diese erfolgreich sein, komme später auch der Börsengang eines ganzes Segmentes in Betracht. Auf der Börsenliste stehen nicht nur eigene Aktivitäten, sondern auch amerikanische Startup-Firmen, an denen Infineon beteiligt sei.

Außerdem plane Infineon, einzelne Sparten auszugliedern, um diese in strategische Allianzen mit anderen Unternehmen einzubringen. Der Kauf von kleineren Firmen sei ebenfalls vorgesehen. Dabei sollen vor allem Technologie und Wissen transferiert werden.



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