Inflation in Spanien Supermarktkette bietet 30 Produkte für 30 Euro an

Carrefour wird in Spanien einen günstigen Korb mit Grundnahrungsmitteln anbieten. Arbeitsministerin Díaz hatte angekündigt, sich um eine solche Vereinbarung zu bemühen. Kritiker nennen das Vorhaben »sowjetisch«.
Carrefour in Spanien: 30 für 30

Carrefour in Spanien: 30 für 30

Foto: SOPA Images / LightRocket via Getty Images

Spaniens Arbeitsministerin Yolanda Díaz hat wegen der anhaltenden Inflation zu Beginn der Woche angekündigt, über ein Abkommen mit Supermärkten nachzudenken, um Verbrauchern einen günstigen Korb mit Grundnahrungsmitteln anbieten zu können. Die französische Supermarktkette Carrefour ist einer solchen Vereinbarung zuvorgekommen und hat mitgeteilt, 30 Grundnahrungsmittel für 30 Euro verkaufen zu wollen.

Carrefour ist die zweitgrößte Lebensmittelkette in Spanien. Laut Mitteilung des Unternehmens sollen zu dem Paket unter anderem Konserven, Nudeln, Öl und Kaffee gehören. Der Warenkorb wird demnach vom 12. September bis 8. Januar erhältlich sein.

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Es ist nicht das erste Mal, dass Carrefour eine solche Kampagne startet. Im Sommer kündigte das Unternehmen in Frankreich das Einfrieren der Preise von 100 Produkten für 100 Tage an.

Kritik vom Arbeitgeberverband und aus der Koalition

Der Arbeitgeberverband CEOE verurteilte den Schritt von Carrefour als »sowjetisch«, während der spanische Landwirtschaftsminister Luis Planas, Mitglied der Sozialistischen Partei (PSOE), erklärte, nach europäischem Recht seien Preisinterventionen nur auf regulierten Märkten möglich.

Díaz von der linksalternativen Unidas Podemos (UP) sagte am Mittwoch, sie habe nie von Preisinterventionen gesprochen, sondern von »einer Vereinbarung zwischen Einzelhändlern und Verbraucher- und Nutzerverbänden, etwas zu tun ... völlig legal.«

Regierungssprecherin Isabel Rodriguez sagte, die Regierung unterstütze Díaz bei ihren Gesprächen mit den Supermärkten.

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Die Inflation in Spanien lag im August bei 10,3 Prozent. Im Juli verzeichnete Mehl einen Preisanstieg von fast 40 Prozent, und Nudeln, Eier oder Milch übertrafen Preissteigerungen von mehr als einem Fünftel.

Die spanische Regierung hat bereits 30 Milliarden Euro für Maßnahmen zur Bekämpfung der hohen Energiekosten bereitgestellt, zum Beispiel in Form von Kraftstoffrabatten und Mehrwertsteuersenkungen für Gas und Strom.

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Im Juni hat Spanien den Preis für Gas, das zur Stromerzeugung verwendet wird, gedeckelt, ein Schritt, der nun in den übrigen Ländern der EU geprüft wird.

Eine weitere Maßnahme war die Einführung von kostenlosen Bahnfahrkarten und Rabatten für den öffentlichen Nahverkehr in den Städten.

svs/Reuters
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