Insidergeschäfte BaFin untersucht E.on-Aktienkäufe

Die deutsche Finanzaufsicht geht im Zusammenhang mit der geplanten Übernahme des spanischen Energieversorgers Endesa durch den E.on-Konzern dem Verdacht verbotener Insidergeschäfte nach.


Hamburg - Im Zusammenhang mit dem Übernahmekampf um den spanischen Versorger Endesa hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nach SPIEGEL-Informationen offenbar erste Anhaltspunkte für verbotene Insidergeschäfte mit E.on-Aktien gefunden. "Wir haben eine förmliche Untersuchung eingeleitet", bestätigt eine BaFin-Sprecherin jetzt. Eine E.on-Sprecherin erklärte dagegen, sie habe keine Kenntnisse von dem Vorgang.

Konzernzentrale in Düsseldorf: Anhaltspunkte für Insidergeschäfte mit E.on-Aktien
DDP

Konzernzentrale in Düsseldorf: Anhaltspunkte für Insidergeschäfte mit E.on-Aktien

Nach "Hinweisen von außen", so die BaFin-Sprecherin, hatte die Behörde schon vor einigen Wochen mit Vorermittlungen begonnen. Der deutsche Energiegigant hatte am 21. Februar bekannt gegeben, den spanischen Konkurrenten für rund 29 Milliarden Euro übernehmen zu wollen, woraufhin der E.on-Kurs um bis zu sechs Prozent anstieg.

Die Experten der Bundesanstalt konzentrieren sich nun bei ihrer Überprüfung auf die Börsengeschäfte, die vor diesem Termin getätigt wurden.

kaz/DER SPIEGEL



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