Händler für Büroartikel Insolvenzverwalter kündigt Aus für Staples-Märkte an

Staples-Büromärkte werden in Deutschland allmählich verschwinden. Für den insolventen Büroartikel-Händler wurde kein neuer Investor gefunden. Die Restware soll noch verkauft werden.
Staples-Filiale in Hamburg

Staples-Filiale in Hamburg

Foto: Hanno Bode / IMAGO

Knapp vier Monate nach dem Insolvenzantrag des Hamburger Büroartikelhändlers OfficeCentre GmbH stehen dessen Staples-Büromärkte vor dem Aus. »Ein Investor, der in der Lage ist, den Geschäftsbetrieb der auf den Verkauf von Büroartikeln spezialisierten Gesellschaft langfristig fortzuführen, konnte trotz intensiver Suche nicht gefunden werden«, teilte der Insolvenzverwalter Sven-Holger Undritz mit. Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens soll sich das Unternehmen nun vom Markt zurückziehen und die Restware in den Filialen verkaufen.

Mit rund 700 Mitarbeitern, 50 Filialen der Marke »Staples« und einem Onlineshop war das Unternehmen nach früheren Angaben des Insolvenzverwalters der größte stationäre Einzelhändler für Büroartikel in Deutschland. Von der OfficeCentre-Insolvenz nicht berührt ist die frühere Staples-Großhandelssparte, die zum französischen Unternehmen Lyreco gehört und unter dem Namen Lyreco Advantage firmiert.

»Ich bedauere sehr, dass wir keinen Investor für das Unternehmen begeistern konnten«, sagte Undritz. Mehr als 120 potenzielle Erwerber seien angesprochen worden, und mit mehreren Interessenten sei bis zur vorigen Woche verhandelt worden. Es wurde allerdings kein Angebot für eine langfristige Fortführung der Staples-Märkte abgegeben. Die Beschäftigten hätten drei Monate mit der Geschäftsführung für eine Sanierung gekämpft.

hej/dpa
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