Mangelware Halbleiter Intel-Managerin fordert staatliche Hilfen für Chip-Produktion

Um die große Nachfrage nach Computerchips zu befriedigen, müssen neue Fabriken her. Doch wo sollen sie gebaut werden? Die Halbleiter-Konzerne nutzen die Situation, um für Subventionen zu werben.
Intel-Zentrale in Santa Clara: Bayern hofft auf den Zuschlag

Intel-Zentrale in Santa Clara: Bayern hofft auf den Zuschlag

Foto: Andrej Sokolow/ dpa

Der US-Konzern Intel hat sich erneut für staatliche Hilfen für die Herstellung von Halbleitern ausgesprochen. »Es sollte ein günstiges Umfeld geschaffen werden, das es den Chipherstellern ermöglicht, mit einer Fertigung in Europa wettbewerbsfähig zu sein«, sagte Deutschlandchefin Christin Eisenschmid dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. In Asien könne um 40 Prozent billiger als in Europa produziert werden. Der größte Teil davon komme aus Subventionen, was seit vielen Jahren zur Industriestrategie der Regierungen gehöre. »Eine ähnliche Förderpolitik ist auch maßgeblich, um in Europa mehr Halbleiter zu fertigen«, wurde Eisenschmid zitiert.

Der US-Konzern betreibt aktuell eine Chipfabrik in Irland, und sucht dafür einen weiteren Standort in Europa. Voraussetzung ist allerdings, dass die öffentliche Hand Fördergelder in Milliardenhöhe bereitstellt. Hoffnungen auf eine Ansiedlung macht sich Bayern.

Die Nachfrage nach den Computerchips ist derzeit so hoch, dass die Produktion nicht ausreicht. Deutsche Autobauer mussten deswegen bereits mehrfach ihre Produktion einschränken.

mik/dpa
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