Chiphersteller Intel streicht 12.000 Jobs und senkt Umsatzprognose

Der weltgrößte Chipkonzern Intel baut elf Prozent der Gesamtbelegschaft ab. Außerdem senkte das US-Unternehmen seine Umsatzprognose für dieses Jahr.
Foto: PICHI CHUANG/ REUTERS

Intel hat einen massiven Jobabbau angekündigt: Bis Mitte 2017 will das Unternehmen weltweit 12.000 Stellen streichen, wie der Chipkonzern am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Zudem kündigte das Unternehmen an, dass nur noch ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet werde. Bislang lautete das Ziel auf eine mittlere bis hohe einstellige Rate. Im nachbörslichen Handel verloren Intel-Aktien 2,6 Prozent.

Intel will die jährlichen Kosten durch das Sparprogramm um 1,4 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro) senken. Für die Kündigungen und Abfindungen rechnet der Konzern mit einem Sonderaufwand von etwa 1,2 Milliarden Dollar im zweiten Quartal.

Das Unternehmen aus dem kalifornischen Santa Clara will seine Abhängigkeit vom schwindenden Stammgeschäft mit Halbleitern für PCs verringern und setzt verstärkt auf Rechengehirne für Großcomputer und neue Chips für am Körper tragbare Kleingeräte.

Intel profitiert vom Trend zum Cloud Computing in der IT-Industrie, bei dem Rechen- und Speicher-Dienstleistungen vom Computer ins Internet verlagert werden. Den Trend zu Tablet-PCs und Smartphones hatte der Konzern verpasst.

jul/Reuters/dpa
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