Chiphersteller Intel streicht 12.000 Jobs und senkt Umsatzprognose

Der weltgrößte Chipkonzern Intel baut elf Prozent der Gesamtbelegschaft ab. Außerdem senkte das US-Unternehmen seine Umsatzprognose für dieses Jahr.

REUTERS

Intel hat einen massiven Jobabbau angekündigt: Bis Mitte 2017 will das Unternehmen weltweit 12.000 Stellen streichen, wie der Chipkonzern am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte. Zudem kündigte das Unternehmen an, dass nur noch ein Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet werde. Bislang lautete das Ziel auf eine mittlere bis hohe einstellige Rate. Im nachbörslichen Handel verloren Intel-Aktien 2,6 Prozent.

Intel will die jährlichen Kosten durch das Sparprogramm um 1,4 Milliarden Dollar (1,2 Milliarden Euro) senken. Für die Kündigungen und Abfindungen rechnet der Konzern mit einem Sonderaufwand von etwa 1,2 Milliarden Dollar im zweiten Quartal.

Das Unternehmen aus dem kalifornischen Santa Clara will seine Abhängigkeit vom schwindenden Stammgeschäft mit Halbleitern für PCs verringern und setzt verstärkt auf Rechengehirne für Großcomputer und neue Chips für am Körper tragbare Kleingeräte.

Intel profitiert vom Trend zum Cloud Computing in der IT-Industrie, bei dem Rechen- und Speicher-Dienstleistungen vom Computer ins Internet verlagert werden. Den Trend zu Tablet-PCs und Smartphones hatte der Konzern verpasst.

jul/Reuters/dpa



insgesamt 13 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Herr Schäuble 20.04.2016
1.
Ich frage mich immer noch wieso das erlaubt wird, dass Unternehmen hunderte oder tausende von Jobs abbauen während Manager noch immer Millionen verdienen.
danielc. 20.04.2016
2.
... und das, obwohl sie ähnlich wie Microsoft den PC-Markt dominieren? Aktiengeld ist eben nur Zockergeld!
rumpel84 20.04.2016
3.
Intel hilft beim Kampf gegen den Fachkräftemangel. Das uralte Zeug will auch keiner mehr, man muss sich an neuen Technologien orientieren.
Bueckstueck 20.04.2016
4. Nunja
"Den Trend zu Tablet-PCs und Smartphones hatte der Konzern verpasst." Verpasst. Man könnte eher sagen, verweigert, weil man umsverrecken die Atom Plattform durchdrücken wollte, statt etwas komplett neues, nicht zu x86 kompatibles entwickeln um bei der Energieffizienz mitzuhalten.
CommonSense2006 20.04.2016
5.
Zitat von danielc.... und das, obwohl sie ähnlich wie Microsoft den PC-Markt dominieren? Aktiengeld ist eben nur Zockergeld!
Was ist denn "Aktiengeld"? Sie haben entweder Geld ODER eine Aktie. Davon ab, ein dominanter Marktanteil schützt offensichtlich nicht vor Druck auf die Preise und Margen, wie man hier deutlich sehen kann.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.