Interesse am Erbgut Google-Gründer investiert Millionen in Firma seiner Ehefrau

Schön, wenn der reiche Lebenspartner helfen kann: Google-Mitgründer Sergey Brin beteiligt sich mit knapp vier Millionen Dollar an der Biotechnologie-Firma seiner jüngst angetrauten Ehefrau. Dabei geht es aber nicht nur um familiäre Hilfe.


San Francisco - Google hilft der Ehefrau des Firmengründers Sergey Brin mit einer Millionensumme für deren Biotechnologie-Firma aus. Der US-Internetkonzern beteilige sich mit 3,9 Millionen Dollar (etwa 2,9 Millionen Euro) an der Firma 23andMe von Brin-Gattin Anne Wojcicki, wie aus einer Mitteilung von Google an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht.

Google-Mitgründer Brin: Beteiligung am Startup seiner Ehefrau
REUTERS

Google-Mitgründer Brin: Beteiligung am Startup seiner Ehefrau

Die Biotech-Firma Wojcickis will neue Instrumente für das Verständnis des menschlichen Erbguts entwickeln. Das Unternehmen ist wie Google im nordkalifornischen Moutain View beheimatet.

Neben Google Chart zeigen beteiligen sich weitere Firmen an 23andMe. "Das Kapital, das wir dadurch erhalten, ermöglicht es uns, unsere Mission in Sachen Erbgut fortzusetzen", hieß es aus dem Biotech-Startup. Google unterstützt schon seit längerem Projekte, die an der Entschlüsselung des menschlichen Gencodes arbeiten. Im vergangenen Jahr stellte Google-Mitgründer Larry Page sein Erbgut für wissenschaftliche Zwecke zur Verfügung, um damit um weitere Spender zu werben. Ziel sei es, das Erbgut des Menschen "komplett zu entschlüsseln und zu verstehen".

Brin und Wojcicki hatten diesen Monat geheiratet. Die Beziehung des 33-Jährigen, der Google zusammen mit Page gründete und bis heute führt, und seiner Ehefrau ist eine typische Silicon-Valley-Liebesgeschichte. Anne Wojcicki ist die Tochter eines Professors an der Stanford-Universität, wo Brin und Page studiert haben. Annes Schwester Susan vermietete Brin und Page jene Garage, die ihnen bei der Gründung von Google 1998 als Sitz für das Unternehmen diente. Susan Wojcicki ist heute Vizepräsidentin bei dem inzwischen milliardenschweren Internet-Riesen Google.

kaz/AFP



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