Internet-Telefondienst Ebay schickt Skype an die Börse

Die erhofften Synergien blieben aus: Ebay bringt seinen Chat- und Telefondienst Skype als eigene Firma an die Börse. Vor drei Jahren hatte das Auktionshaus Skype für 2,6 Milliarden Dollar gekauft - und sich kräftig beim Preis verschätzt.


San Francisco - Das Online-Auktionshaus Ebay will seinen Internet-Telefondienst Skpye abspalten und an die Börse bringen. "Wir glauben, dass Skype als eigenständiges und öffentlich gehandeltes Unternehmen am besten sein Potential ausschöpfen kann", erklärte Ebay-Chef John Donahoe am Dienstagabend nach US-Börsenschluss. Damit beendete der Konzern Spekulationen über einen möglichen Verkauf des Telefondienstes an die Skype-Gründer, über den mehrere Zeitungen berichtet hatten.

Die Aktien von Ebay legten nach der Bekanntgabe der Skype-Abspaltung nachbörslich um 3,3 Prozent zu. Ebay hatte Skype 2005 für rund 2,6 Milliarden Dollar gekauft, war mit dem Telefondienst jedoch nie wirklich glücklich geworden. Ebay musste im Zusammenhang mit dem Kauf von Skype mehrmals Abschreibungen vornehmen und signalisierte kürzlich Verkaufsabsichten, da sich nach Worten von Vorstandschef Donahoe die Hoffnungen auf Synergien zwischen Skype und dem Auktionshaus nicht erfüllt hätten.

Medien hatten berichtet, dass sich die Skype-Gründer - die skandinavischen Milliardäre Niklas Zennström und Janus Friis - mit den Finanzinvestoren KKR, Warburg Pincus, Providence und Elevation Partners zusammengetan hätten, um den Telefondienst zurückzukaufen.

ore/Reuters



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