iPhone-Profite Apple erwirtschaftet Milliardengewinn

Apple trotzt der Wirtschaftskrise: Der US-Konzern steigerte im dritten Geschäftsquartal seinen Gewinn um rund 20 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar. Der Umsatz stieg um fast zwölf Prozent. Grund für den Erfolg sind starke Verkaufszahlen des iPhones.


Cupertino - Die Wirtschaftskrise sorgt in nahezu allen Bereichen für schlechte Zahlen, doch ein Unternehmen trotzt dem Trend hartnäckig: Der Computer- und iPhone-Hersteller Apple verzeichnete im dritten Geschäftsquartal großes Wachstum.

Der US-Konzern steigerte seinen Gewinn um rund 20 Prozent auf 1,2 Milliarden Dollar (844 Mio Euro). Das gab das Apple Chart zeigen am Dienstag nach US-Börsenschluss im kalifornischen Cupertino bekannt. Der Umsatz stieg dank starker iPhone-Verkäufe um fast zwölf Prozent auf mehr als 8,3 Milliarden Dollar.

Apple-Geschäft in San Francisco: Wachstum im dritten Geschäftsquartal
AFP

Apple-Geschäft in San Francisco: Wachstum im dritten Geschäftsquartal

Bei der Prognose für das weitere Geschäft gab sich Apple gewohnt zurückhaltend: Für das laufende vierte Geschäftsquartal rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von 8,7 bis 8,9 Milliarden Dollar.

Dabei sind die Aussichten auch für die kommenden Quartale gut: Insidern zufolge könnte Apple im kommenden Monat einen neuen iPod Touch auf den Markt bringen. Nach Angaben des Branchen-Blogs "Techcrunch" dürfte dieser, wie das neue iPhone 3GS, mit einer hochauflösenden Videokamera ausgestattet sein - was die Verkäufe voraussichtlich ankurbelt.

Von seinem iPhone verkaufte Apple zwischen April und Juni 5,2 Millionen Stück. Für einen heftigen Schub hatte das im Juni herausgebrachte neue iPhone-Modell 3G S gesorgt. Im Vorjahresquartal hatte Apple erst 717.000 iPhones verkauft - binnen eines Jahres ist das Verkaufsvolumen damit um 626 Prozent gestiegen.

Auch im Vergleich zum ersten Quartal 2009 ist der Anstieg exorbitant steil, was zum Teil darauf zurückzuführen ist, dass Apple das iPhone in den vergangenen Monaten in mehreren Ländern neu eingeführt hat. Insgesamt ist das Verkaufsvolumen fast so hoch wie im vom Weihnachtsgeschäft bestimmten Winterquartal, in dem Apple 6,9 Millionen Geräte absetzte.

Das iPhone entwickelt sich damit in der Apple-Bilanz zusehends zum Schwergewicht. Es gewinnt vor allem im Verhältnis zu Apples Macintosh-Computer an Boden. Von diesem verkaufte das IT-Unternehmen im zweiten Quartal 2,6 Millionen Einheiten, was einer Steigerung um vier Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Der Musikplayer iPod ging dagegen mit 10,2 Millionen Stück etwas seltener über den Ladentisch als ein Jahr zuvor - das entspricht einem Rückgang von sieben Prozent.

Yahoo steigert Gewinn um acht Prozent

Auch der Internet-Konzern Yahoo Chart zeigen hat seinen Nettogewinn dank Sparmaßnahmen im zweiten Quartal um acht Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum gesteigert. Für den US-Konzern ist es die erste Quartals-Gewinnsteigerung seit den ersten drei Monaten des Jahres 2008.

Für den Zeitraum von April bis Ende Juni weist Yahoo einen Gewinn von 141,4 Millionen Dollar (99,42 Millionen Euro) oder zehn US-Cent pro Aktie aus. Damit liegt der Konzern über den Erwartungen von Analysten. Der Umsatz sank um 13 Prozent auf 1,57 Milliarden Dollar.

hut/ssu/dpa/Reuters/AP



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