Iran-Geschäfte Staatsanwalt durchsucht Daimler-Zentrale

Die Staatsanwaltschaft Stuttgart ermittelt gegen DaimlerChrysler. Dem Autokonzern werden illegale Lastwagen-Geschäfte mit dem Iran vorgeworfen.

Frankfurt/Stuttgart - "Es gibt ein Ermittlungsverfahren", sagte Staatsanwältin Tomke Beddies am Samstag. Ein DaimlerChrysler-Sprecher bestätigte ebenso den Vorgang. Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Focus" haben die Ermittler die Stuttgarter Zentrale sowie das Lastwagenwerk im pfälzischen Wörth durchsucht.

DaimlerChrysler   hat demnach 453 Lastwagen nach Saudi-Arabien geliefert, die letztlich aber im Iran landeten. Der Autokonzern selbst habe dies dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle mitgeteilt, sagte Beddies. "Inwieweit diese Weiterlieferung in den Iran mit Wissen von DaimlerChrysler geschehen ist, werden wir im Ermittlungsverfahren klären."

"Wir unterstützen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft voll und ganz", erklärte DaimlerChrysler. Der Konzern konnte zunächst nicht sagen, wer genau der Empfänger der Lieferung in Saudi-Arabien gewesen war.

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