Bergbauunternehmer Israelische Polizei nimmt Diamanten-Milliardär Steinmetz fest

Israelische Behörden haben den reichsten Mann des Landes festgenommen. Beny Steinmetz wird unter anderem Geldwäsche vorgeworfen. Der Fall bringt auch Österreichs Bundeskanzler in Bedrängnis.

Beny Steinmetz
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Beny Steinmetz


Die israelische Polizei hat den Bergbauunternehmer Beny Steinmetz und vier weitere Verdächtige festgenommen. Ihnen werden Geldwäsche, Betrug, Urkundenfälschung sowie Bestechung und Behinderung der Justiz vorgeworfen.

Steinmetz war bereits im Dezember im Zuge von Korruptionsermittlungen im Zusammenhang mit Eisenerzgeschäften im afrikanischen Guinea in Israel festgenommen und vorübergehend unter Hausarrest gestellt worden. Zudem läuft in Rumänien gegen den Vorsitzenden der Bergbaufirma BSG Resources ein Verfahren wegen der Bildung einer kriminellen Vereinigung und Geldwäsche.

Steinmetz gilt als reichster Mann Israels. 2013 finanzierte der Milliardär die Übernahme von Karstadt durch den österreichischen Signa-Holding-Gründer René Benko.

Unter den Festgenommenen ist auch Tal Silberstein, ein Berater des österreichischen Bundeskanzlers Christian Kern (SPÖ). Die SPÖ teilte mit, sie werde angesichts der Vorwürfe in Israel nicht länger mit Silberstein zusammenarbeiten. Dieser hatte in der Vergangenheit auch als Berater von Israels früherem Ministerpräsidenten Ehud Olmert gearbeitet.

Die konservative ÖVP verlangte Aufklärung. Generalsekretärin Elisabeth Köstinger sprach laut der Nachrichtenagentur APA von einem "wegen Geldwäsche verhafteten SPÖ-Wahlkampf-Mastermind". Am 15. Oktober wählen die Österreicher ein neues Parlament. In Umfragen liegt die ÖVP deutlich vor SPÖ und FPÖ.

asa/AFP/dpa



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