Globales Monitoring IWF hat steigende Immobilienpreise im Blick

Die Immobilienpreise legen zu - und zwar in den meisten Ländern der Welt. Der Internationale Währungsfonds hat die Daten auf einer Website gebündelt. So will die Organisation gefährliche Blasen früh erkennen.

Luxuswohnviertel in Frankfurt am Main: Kaum ein Experte hat Platzen der Blase erwartet
DPA

Luxuswohnviertel in Frankfurt am Main: Kaum ein Experte hat Platzen der Blase erwartet


Washington - Die Kurve ging sieben Jahre steil bergan, die Preise für Immobilien stiegen und stiegen, dann Platze die Blase im Jahr 2007: Eine Grafik des Internationalen Währungsfonds (IWF) zeigt, wie sich weltweit die Hauspreise entwickelten, bevor es zur internationalen Finanzkrise kam. Die Abbildung reiht sich ein in eine Datensammlung, die die Entwicklung auf dem globalen Immobilienmarkt dokumentiert, zusammengestellt auf einer neuen Website, die der IWF am Mittwoch vorstellte.

Der IWF will die Immobilienpreise künftig stärker im Blick haben: Der Immobiliensektor sei ein wichtiger Bestandteil von Volkswirtschaften, zugleich aber auch Ausgangspunkt von Finanzkrisen gewesen, heißt es in einer Mitteilung des Währungsfonds.

Prominentestes Beispiel in jüngerer Vergangenheit ist die Häuserkrise in den USA, die den Nährboden für die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise bereitete. Kaum ein Experte sah den Absturz im Vorfeld kommen.

Auf der Webseite lassen sich die Häuserpreise in verschiedenen Ländern einsehen und vergleichen. Zudem werden die Immobilienwerte in Relation zu Einkommen und Mieten gesetzt. Das sind gängige Vergleichswerte, um Immobilienmärkte zu analysieren.

Aktuell steigen die Preise. Nachdem sie nach der Krise zunächst stagnierten, zeigt die Kurve des IWF jetzt, dass Immobilien in den meisten Ländern wieder teurer geworden sind.

sun/dpa-AFX



insgesamt 8 Beiträge
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mopsfidel 11.06.2014
1. Perfekt für den Investor
Mit diesem globalem Monitoring kann der Investor noch einfacher erkenne, wo sich entsprechende Investitionen lohnen könnten. Sprich: raus aus überhitzen Gebieten, rein in "low-performer"-Städte.
adolfo1 11.06.2014
2. Spanien
In Spanien haben sich im Verlaufe der Blase die Immobilienpreise verdoppelt und verdreifacht. Die Frage die sich stellt ist nach den Auswirkungen solch einer Blase auf die Volkswirtschaft, Verschuldung etc. In den letzten Jahren sind die Preise zwar etwas gesunken, vergleicht man aber den jetzigen Preis mit gleichwertigen Objekten vor der Blase, dann beträgt der jetzige Marktpreise immer noch das Doppelte verglichen mit früher und eine Preiserhöhung von 3 % p.a. eingerechnet. Die extreme Preiserhöhung bezog sich nicht nur auf Top-Immobilien, sondern fand Anwendung praktisch für jeden Acker quer durch das ganze Land.
freidenker49 11.06.2014
3. Sie werden jetzt langsam stagnieren.
Es dauert etwas, bis sich die Gesamtbevölkerung auf die Niedrigzinsen eingestellt hat. Im Augenblick wird noch von einer Niedrigzinsphase gesprochen. Es wird wohl noch 2-3 Jahre dauern, bis alle mitbekommen haben, dass die Zinsen langfristig niedrig bleiben werden. Solange werden noch die Immobilienpreise steigen. Denn es ist nicht einzusehen, warum eine Immobilie 5 % Zinsen bringen soll, wenn Wertpapiere nur ein Prozent bringen. Dann wird sich bei den Immobilien mit 2,5 % begnügen. Das bedeutet dann einen Preis einer 40 fachen Jahresmiete.
"Armenhaus" 12.06.2014
4. Danke EU ( EZB) und IWF-
Ja so ist das - wer sein 16qm Wohnklo dessen Mietzins 60% seines Nettoeinkommen ausmacht verliert, kann sich die Kugel geben - Da Arbeitslosigkeit und Obdachtlosigkeit die einzigen ( sicher) steigenden Wirtschaftswerte (EU + weltweit ) sind - kann man sich in etwa vorstellen wie es in ein paar Jahren nur so von "Schlafsäcken" im öffentlichen Raum wimmelt - Eine öffentliche Stellungnahme zu der drastisch steigenden Zahl von "Wohnungslosen" wurde bereits vor Jahren von der Regierung Murkel bestritten -
EmmaDiel 12.06.2014
5. Einfache Rechnung
Immobilien bald in den Händen einiger weniger Reicher - der Rest darf bis ans Lebensende Miete abdrücken, so 70% vom Einkommen. Es lebe der Neue Feudalismus!
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