Jahresbilanz Gruner + Jahr verzeichnet Umsatzeinbußen

Erneut sind Umsatz und Gewinn des Zeitschriftenverlages Gruner + Jahr zurückgegangen. Verantwortlich sei vor allem das schwache Anzeigengeschäft. Trotzdem sei der Verlag "gesund und robust".


Hamburg - Europas größter Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr hat 2008 das zweite Jahr in Folge an Umsatz und Gewinn verloren. Der Umsatz sank um 2,2 Prozent auf 2,77 Milliarden Euro, das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen ging um mehr als zehn Prozent auf 225 Millionen Euro zurück.

Vorstandschef Buchholz: "Gesunde und robuste Verfassung"
G&J

Vorstandschef Buchholz: "Gesunde und robuste Verfassung"

Der Vorstand machte am Donnerstag auf der Jahrespressekonferenz vor allem das schwache Anzeigengeschäft als Folge der Wirtschaftskrise für den Abwärtstrend verantwortlich. Die Zuwächse in China und den osteuropäischen Ländern haben die konjunkturell bedingten, teilweise deutlichen Rückgänge der Anzeigenumsätze nicht vollständig kompensieren können, teilte der Konzern mit.

Die Umsatzrendite ging von 9,9 Prozent im Jahr 2007 auf 9,1 Prozent zurück. Der Vorstandsvorsitzende Bernd Buchholz sagte, Gruner + Jahr sei trotz der negativen Auswirkungen der Wirtschaftskrise "in gesunder und robuster Verfassung ".

Gruner + Jahr gibt unter anderem die Magazine "Stern" und "Geo" heraus. 2008 wurde ein Sparkurs eingeschlagen: Der Verlag stellte Magazine ein, verhängte einen Einstellungsstopp und baute Stellen ab. Gruner + Jahr beschäftigt rund 4000 Mitarbeiter in Deutschland und etwa 15.000 weltweit. Das Unternehmen, das auch an der SPIEGEL-Gruppe beteiligt ist, gehört zu 74,9 Prozent Bertelsmann und zu 25,1 Prozent der Hamburger Verlegerfamilie Jahr.

Auch der Mutterkonzern hatte vor kurzem Gewinneinbußen gemeldet: Der Nettogewinn von Bertelsmann lag 2008 mit 270 Millionen Euro um ein Drittel unter dem Vorjahreswert, der Umsatz sank von 18,76 Milliarden Euro auf 16,12 Milliarden Euro.

bim/AP/dpa



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