James-Bond-Auto Hinter der Übernahme von Aston Martin stehen Kuweiter

Alles sah perfekt aus: Als die Motorsport-Legende Dave Richards ankündigte, den Nobel-Autobauer Aston Martin zu übernehmen, schien das Unternehmen in britischer Hand zu bleiben. Doch nun kommt heraus: Hinter dem Deal stecken Investoren aus Kuweit.


Kuwait-Stadt - An dem Konsortium unter Richards Leitung hält die führende islamische Anlagegesellschaft Investment Dar einen Anteil von 50 Prozent. Das geht aus einer Pflichtmitteilung der Gesellschaft für die kuweitische Börse hervor. Weitere 28,5 Prozent an dem Konsortium werden von Adeem Investments und anderen kuweitischen Partnern gehalten.

Aston-Martin-Käufer Richards: Weit über 50 Prozent in arabischer Hand
AFP

Aston-Martin-Käufer Richards: Weit über 50 Prozent in arabischer Hand

Der bisherige Eigentümer von Aston Martin war Ford. Die Amerikaner erlösten durch den Verkauf von nahezu allen Anteilen an Richards 479 Millionen Pfund (umgerechnet 702 Millionen Euro), allerdings blieben sie mit einer Minderheitsbeteiligung von 40 Millionen Pfund beteiligt.

Richards wird bei Aston Martin künftig Chef des Verwaltungsrates. Geschäftsführer bleibt der bisherige Chief Executive, der Deutsche Ulrich Bez. Das 1913 gegründete Unternehmen verkaufte im vergangenen Jahr 7010 Sportwagen und hat sich für dieses Jahr einen Absatz in ähnlicher Größenordnung vorgenommen. Prominentester Aston-Martin-Fahrer ist Kinoagent James Bond.

wal/AFP



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