Job-Kahlschlag Microsoft streicht erstmals Stellen

Microsoft baut weltweit rund 5000 Jobs ab - zum ersten Mal in der Geschichte des Softwarekonzerns. Die Wirtschaftskrise lässt den Gewinn einbrechen - im abgelaufenen Quartal um elf Prozent.


New York - Microsoft taumelt in die Krise: Der Gewinn des weltgrößten Softwarekonzerns schrumpfte im abgelaufenen Quartal um elf Prozent auf 4,17 Milliarden Dollar. Microsoft-Mitarbeiter müssen nun bangen: Der Konzern will weltweit rund 5000 Stellen abbauen.

Microsoft-Chef Steve Ballmer: 1400 Stellen fallen sofort weg
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Microsoft-Chef Steve Ballmer: 1400 Stellen fallen sofort weg

Die Stellenstreichungen sind der erste konzernweite Jobabbau in der Geschichte des Unternehmens. Die ersten 1400 Stellen würden sofort wegfallen, teilte der Windows-Hersteller mit. Die restlichen Jobs sollen im Laufe der kommenden eineinhalb Jahre gestrichen werden. Der Konzern kündigte zudem weitere Kosteneinsparungen an.

Angesichts der unsicheren Wirtschaftslage will der Konzern vorerst keine detaillierte Ergebnisprognose mehr abgeben. In der zweiten Jahreshälfte würden Gewinn und Umsatz aber sicher niedriger ausfallen als ein Jahr zuvor.

In dem Ende Dezember abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal wuchs der Konzernumsatz um zwei Prozent auf 16,63 Milliarden Dollar. Analysten hatten im Schnitt mit 17,12 Milliarden Dollar gerechnet.

Im Kernbereich, mit dem Betriebssystem Windows, sanken die Erlöse als Folge des schwachen PC-Marktes um acht Prozent.

Angesichts des weltweiten Konjunkturabschwungs verabschiedet sich Microsoft von seiner Jahresprognose. Bisher hatten die Amerikaner für das im Juni endende Geschäftsjahr 2008/09 einen Gewinn zwischen 2,00 und 2,10 Dollar je Aktie bei einem Umsatz von 64,9 bis 66,4 Milliarden Dollar in Aussicht gestellt.

Die Aktien Chart zeigen des Software-Riesen stürzten im vorbörslichen US-Handel um 8,31 Prozent auf 17,77 Dollar ab.

cvk/dpa/Reuters/



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