20 Millionen unterschlagen FBI verhaftet Ex-Mitarbeiter von JPMorgan

Neuer Skandal bei JP Morgan: Ein früherer Mitarbeiter der US-Bank soll reiche Kunden belogen und mit ihrem Geld an der Börse gezockt haben. Jetzt hat ihn das FBI geschnappt. Das Geldhaus ist nach eigenen Angaben "untröstlich".

Logo von JP Morgan: Reiche Kunden geprellt
AFP

Logo von JP Morgan: Reiche Kunden geprellt


Ein ehemaliger Angestellter der größten US-Bank JPMorgan soll über vier Jahre hinweg Kundengelder im Gesamtwert von 20 Millionen Dollar veruntreut haben. Das FBI teilte mit, den 48-Jährigen am Donnerstag verhaftet zu haben. Ihm drohen bis zu 30 Jahre Haft wegen Betrugs und Unterschlagung sowie eine millionenschwere Geldstrafe.

Der Mann arbeitete laut Angaben der Bundespolizei und Dokumenten der Börsenaufsicht SEC von 2001 bis zu seiner Kündigung vor etwa einem Monat in der Vermögensverwaltung eines großen New Yorker Bankhauses. Er betreute dort demnach Kundengelder in Höhe von insgesamt knapp 90 Millionen Dollar für etwa 500 Klienten.

US-Medien wie "New York Times" und "Wall Street Journal" fanden schnell heraus, dass es sich bei dem Geldhaus um JPMorgan handelte. Ein Sprecher sagte, das Unternehmen sei "untröstlich und wütend" über den Vorfall und werde sicherstellen, dass den Kunden keine Verluste dadurch entstehen.

Der Ex-Mitarbeiter soll seine Position bei JPMorgan ausgenutzt haben, um reichen Kunden risikoarme Investitionen in kommunale Anleihen zu verkaufen. Mit dem Geld habe er aber an der Börse gezockt und Rechnungen wie einen Hauskredit bezahlt. Die illegalen Geschäfte sollen auch mit gefälschten Dokumenten vertuscht worden sein.

ssu/dpa



insgesamt 2 Beiträge
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sumpremerulerxenu 17.04.2015
1.
Das war der Fehler: Statt das Geld einiger Reicher zu verzocken, hätte der gute Herr gemeinschaftlich mit anderen Bankhäusern das Geld der Masse verzocken sollen. So gibt es nun eine Haftstrafe statt Steuergelder mit anschließenden Rekordgewinnen.
ribaldc 17.04.2015
2. Das Wochenende ist gerettet:
Es gibt noch Humor auf der Welt: Eine JP-Sprecher... meinte er sei, nein nicht er, ihm es es schnutzpiepegal (so hat er es nicht gesagt, aber dass ist die Botschaft) sondern das Unternehmen (!) sei "untröstlich und wütend" über den Vorfall. Noch viel interessenter wäre zu wissen ob es sich bei den kommunalen Anleihen um Crossborderleasing oder ähnlich gesellschaftlich schädliche Geschäfte gehandelt hat! Dann würde ich nämlich denken, "Wölfe unter sich, so isses eben in dieser Sippschaft..."
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