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Gesunde Ernährung Klöckner fordert einheitliche Standards für Kita- und Schulessen

Nicht zu fett soll es sein, nicht zu häufig paniert oder frittiert: Der Bund soll den Ländern helfen, gesundes Essen in Schulen und Kitas anzubieten. Die Ernährungsministerin macht jetzt öffentlich Druck.
aus DER SPIEGEL 34/2020
Ernährungsministerin Klöckner mit Kindern: Der Bund soll die Länder bei der Umsetzung von Standards unterstützen

Ernährungsministerin Klöckner mit Kindern: Der Bund soll die Länder bei der Umsetzung von Standards unterstützen

Foto: Oliver Dietze / picture alliance / dpa

Bundesernährungsministerin Julia Klöckner (CDU) fordert die Bundesländer auf, Standards für Schul- und Kitaessen verpflichtend einzuführen. "Das ist eine Investition in die Gesundheit unserer Kinder, hier darf es keine Ausreden mehr geben", sagte Klöckner dem SPIEGEL.

Es geht um die Empfehlungen  der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), die im Auftrag des Ernährungsministeriums entwickelt wurden. Sie betreffen unter anderem die Frage, welche Lebensmittel wie oft angeboten werden sollen, aber auch Hinweise zur Zubereitung (nicht zu oft frittieren oder panieren).

Daneben geht es aber auch um Dinge wie die Berücksichtigung von konfessionell geprägten Ernährungsgewohnheiten oder die Herkunft der Nahrungsmittel.

Auftrag aus dem Koalitionsvertrag

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Nach Angaben der DGE sind die Standards für Schulen bisher nur in Berlin, Hamburg und dem Saarland verpflichtend. Bremen bereite gerade die Einführung vor. In Mecklenburg-Vorpommern werden die Standards den Schulen empfohlen, in Bayern und Baden-Württemberg gibt es besondere Modellprojekte.

Im Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD ist als Ziel festgehalten, dass der Bund die dafür zuständigen Länder unterstützen solle, damit die DGE-Empfehlungen "als Mindeststandards flächendeckend in Schulen, Kitas und in der Gemeinschaftsverpflegung eingeführt werden".

Das Bundesernährungsministerium fördert dafür nach eigenen Angaben unter anderem sogenannte Vernetzungsstellen für Kita- und Schulessen aktuell mit zwei Millionen Euro im Jahr.

"Von den Ländern erwarte ich, dass sie diese Qualitätsstandards jetzt auch überall verpflichtend anwenden", sagte Klöckner.

jos
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