WikiLeaks-Sprecher Assange "USA versuchen mit TTIP ihre Vorherrschaft zu sichern"

WikiLeaks-Sprecher Julian Assange kritisiert im SPIEGEL das geplante transatlantische Freihandelsabkommen TTIP. Es sei ein Machtinstrument der Vereinigten Staaten.
WikiLeaks-Sprecher Julian Assange: "Die USA versuchen, eine Festung zu bauen"

WikiLeaks-Sprecher Julian Assange: "Die USA versuchen, eine Festung zu bauen"

Foto: POOL/ REUTERS

WikiLeaks-Sprecher Julian Assange sieht in dem geplanten Freihandelsabkommen TTIP einen Versuch der USA, die geopolitischen Machtverhältnisse zu verschieben. "Die Abkommen folgen einem groß angelegten strategischen und ideologische Ansatz, der eine neue ökonomische und rechtliche Aufteilung der Welt schaffen soll, in dessen Zentrum die USA und ihre Verbündeten stehen", sagte Assange im Interview mit dem SPIEGEL. "Die USA versuchen, eine Festung zu bauen, um ihre Vormachtstellung zu sichern."

Die Enthüllungsplattform WikiLeaks hatte am vergangenen Dienstag eine Fundraising-Kampagne gestartet, über die 100.000 Euro gesammelt werden sollen. Mit dem Geld sollen potenzielle Informanten bezahlt werden, die Papiere aus den geheimen Verhandlungen zum Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantic Trade and Investment Partnership) liefern. Das Abkommen wird derzeit zwischen den USA und der Europäischen Union ausgehandelt.

Gleichzeitig zu TTIP verhandelt die USA noch zwei weitere große Abkommen, das Dienstleistungsabkommen TiSA und das Handelsabkommen mit Pazifik-Anrainerstaaten TPP (Trans-Pacific Partnership).


Diese Meldung stammt aus dem SPIEGEL. Den neuen SPIEGEL finden Sie hier.