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Jumbo-Ärger

aus DER SPIEGEL 32/1972

Boeings Jumbo-Jet -- nach Expertenmeinung sicherstes Passagierflugzeug aller Zeiten -- vergrämt die Luftfahrtmanager. Ohne daß Piloten und Passagiere etwas bemerken brechen während des Flugs immer wieder ein oder zwei der 138 Rotorblätter in einem der Triebwerke. Die Düse stößt dann die Blätter als winzige Metallsplitter aus. Diese Schäden, über die Techniker noch immer rätseln, haben zwar bislang noch zu keinen gefährlichen Flugsituationen geführt. Doch eine Reihe von Fluggesellschaften wie BOAC, TWA und PanAm waren gezwungen, wegen der notwendigen Reparaturen Passagiere auf andere Maschinen umzubuchen. PanAm mußte allein im Juli zwölf Triebwerke mit gebrochenen Rotorblättern auf New Yorks Kennedy Airport überholen. Kosten: 1,2 Millionen Dollar. Zum Blattbruch kommt es allerdings nur in den älteren Triebwerken des Typs JT9D-3A (Lieferfirma: Pratt & Whitney). Westdeutschlands Lufthansa hat bereits fünf ihrer acht Jumbos mit der neuen Version JT9D-7 ausgerüstet -- Maschinen mit den »niedrigsten Ausfallzeiten, die es je gab« (Lufthansa-Vorstandsmitglied Reinhardt Abraham).

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