Käuferstreik US-Autoabsatz bricht dramatisch ein

Daimler, Volkswagen, Toyota: Internationale Autokonzerne verbuchen in den USA massive Verkaufsrückgänge. Besonders hart trifft es den heimischen Hersteller Ford - das Minus im Februar beträgt fast 50 Prozent.


Detroit - Der zweitgrößte US-Autobauer Ford Chart zeigen hat im Februar einen massiven Absatz-Einbruch erlitten. Die Zahl der verkauften Fahrzeuge in den USA brach um 48,4 Prozent auf 99.400 Fahrzeuge ein, wie das Unternehmen mitteilte.

Ford-Werk (in Köln): 405.000 Fahrzeuge auf Lager
DDP

Ford-Werk (in Köln): 405.000 Fahrzeuge auf Lager

Für das zweite Quartal nahm Ford seine Produktionsziele nun deutlich zurück. Der Konzern will nur noch 425.000 Fahrzeuge in Nordamerika herstellen und damit 38 Prozent weniger als vor Jahresfrist. Ende Februar belief sich der Lagerbestand auf 405.000 Fahrzeuge. Das Unternehmen hatte 2008 einen Rekordverlust von 14,6 Milliarden Dollar verbucht. Im Gegensatz zu seinen ums Überleben kämpfenden US-Konkurrenten General Motors und Chrysler versucht Ford aber, ohne staatliche Hilfen durch die Krise zu kommen.

Neben Ford gaben auch ausländische Hersteller ihre Absatzzahlen bekannt. Bei Daimler Chart zeigen sind die Verkäufe in den USA um 20,6 Prozent auf 15.614 Fahrzeuge gesunken. Dabei ist das Minus vollständig auf die Kernmarke Mercedes-Benz zurückzuführen. Der smart verkaufte sich dagegen hervorragend. Der Absatz des Kleinwagens legte mit 1415 Fahrzeugen um mehr als 28,5 Prozent zu.

Bei Toyota Chart zeigen sieht die Lage nicht besser aus. Der japanische Autohersteller hat im Februar in den USA mit den Marken Toyota, Scion und Lexus einen Absatzrückgang von über einem Drittel verzeichnet. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, sanken die Verkäufe um 37,3 Prozent auf 109.583 Einheiten. Die Toyota Pkw verzeichneten ein Minus von 31,7 Prozent auf 58.863 Stück. Der Absatz der Marke Lexus ging um 48,0 Prozent auf 6093 Fahrzeuge zurück.

Der Absatz von Volkswagen Chart zeigen in den USA ist im Februar um 17,5 Prozent gefallen. Einen besonderen Einbruch gab es beim Passat, dessen Verkäufe im Vergleich zum Vorjahresmonat um 71 Prozent auf knapp 1000 Fahrzeuge einbrachen. Insgesamt wurden 13.660 Autos abgesetzt. Beim wichtigsten Modell Jetta gab es einen Rückgang von 12,3 Prozent auf knapp 6000 Fahrzeuge.

BMW Chart zeigen hat im Februar auf dem US-Markt einen Absatzeinbruch um knapp 35 Prozent verzeichnet. Die Verkäufe fielen auf 15.805 Autos. Rechnet man die unterschiedliche Anzahl von Verkaufstagen hinaus, belief sich der Rückgang noch auf knapp 32 Prozent. Mit 25 Verkaufstagen hatte der Februar im vergangenen Jahr einen mehr als der in diesem Jahr.

wal/Reuters/dpa-AFX



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