Kamerun-Trikots Puma verklagt Fifa auf Schadensersatz

Beim Afrika-Cup verbot die Fifa Kameruns Nationalmannschaft, in einem von Puma designten, einteiligen Fußball-Leibchen zu spielen. Der fränkische Sportartikelhersteller hat den Weltfußballverband deshalb nun auf Schadensersatz in Höhe von zwei Millionen Euro verklagt.


Kamerunisches Puma-Trikot: Unbestritten knackig, aber angeblich nicht regelkonform

Kamerunisches Puma-Trikot: Unbestritten knackig, aber angeblich nicht regelkonform

Berlin - "Die Fifa hat rechtswidrig in das Geschäft des Unternehmens eingegriffen, als sie vergangenes Jahr beim Afrika-Cup dem Team von Kamerun das Tragen eines einteiligen Fußball-Leibchens der Marke Puma verbot", sagte Puma-Anwalt Reinhard Stünkel dem "Handelsblatt". Der Prozess beginne am Mittwoch vor dem Landgericht Nürnberg-Fürth.

Puma Chart zeigen wirft dem Weltfußballverband unter anderem vor, das Trikot auf Geheiß des fränkischen Konkurrenten Adidas und seines Chefs Herbert Hainer verboten zu haben. "Wir treten den Beweis an, dass die Fifa nur deshalb so streng reagiert hat, weil Herr Hainer das so wollte", sagte der Anwalt.

Das Unternehmen Adidas-Salomon Chart zeigen weist der Zeitung zufolge die Vorwürfe zurück. Die Fifa habe sich nicht äußern wollen. Ein Sprecher des Verbandes sagte der Zeitung lediglich, es liege bei dem Gericht, "nach sorgfältiger Sachverhaltsbeurteilung eine Entscheidung zu treffen". Adidas ist langjähriger Partner der Fifa. Puma hatte im vergangenen Jahr die Nationalmannschaft Kameruns mit einem Einteiler ausgestattet. Die Fifa hatte diesen zunächst erlaubt, später aber verboten, weil er nicht den Regeln entspreche.



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