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Kampf um Roboter-Konzern

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aus DER SPIEGEL 24/1985

Der Maschinenbau-Konzern Industrie-Werke Karlsruhe Augsburg AG (IWKA) kämpft um seine Selbständigkeit. Der Vorstand der im Waffen- und Robotergeschäft erfolgreichen Firmengruppe (Umsatz 1984: 747 Millionen Mark) will aus Angst vor einem ausländischen - wahrscheinlich amerikanischen - Aufkäufer die Stimmrechte der Aktionäre auf maximal zehn Prozent des Grundkapitals begrenzen. Ob der Vorschlag der IWKA-Manager auf der am 12. Juli in Karlsruhe stattfindenden Hauptversammlung durchgeht, ist jedoch zweifelhaft. Nur die Industriellen-Familie Quandt sowie die Dresdner und die BHF-Bank haben sich bisher für die Einschränkung der Aktionärsrechte ausgesprochen. Quandt hatte früher die Kapitalmehrheit und ist jetzt nur noch mit rund zehn Prozent beteiligt. Gegen das Stimmrechtslimit hat sich bereits eine inländische Gruppe aus zwei industriellen IWKA-Interessenten und drei Banken formiert, die bis zum HV-Termin mehr als ein Viertel des Aktienkapitals kontrollieren wollen. Die einheimischen Übernahme-Interessenten wollen verhindern, daß die zwei Perlen der Gruppe in ausländische Hände fallen: die Augsburger Tochterfirma Kuka Wehrtechnik, die Panzertürme und Lafetten für die Bundeswehr liefert, sowie die in der Fabrikautomation weltweit führende Konzern-Tochter Kuka Schweißanlagen + Roboter GmbH in Augsburg, zu deren Großkunden die Autofirmen BMW, Daimler, Ford-Europe und General Motors gehören.

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