Kampfhubschrauber "Tiger" eignet sich nicht für Afghanistan

Hitze und hohe Berge sind nichts für Tiger, jedenfalls nicht für den Bundeswehrhubschrauber des gleichen Namens. Der muss nach Informationen des SPIEGEL aufgerüstet werden, um im afghanischen Klima volle Leistungen zu erbringen.


Der neue Kampfhubschrauber "Tiger" ist für einen Einsatz in Afghanistan nicht geeignet. Das ergibt sich aus einem Vermerk des Bundesverteidigungsministeriums.

Kampfhubschrauber "Tiger": "Hoch und heiß"
DPA

Kampfhubschrauber "Tiger": "Hoch und heiß"

Acht Jahre nach Beginn der Mission am Hindukusch, dessen Berge zum Teil über 6000 Meter hoch sind, bestellen die "Tiger"-Partner Deutschland, Frankreich und Spanien demnach "leistungsgesteigerte Triebwerke". Sie sollen den für "mitteleuropäische Verhältnisse" konstruierten Helikopter "befähigen, auch in klimatisch heißeren und geografisch höher gelegenen Regionen eingesetzt zu werden".

Die Bundeswehr hat 80 "Tiger" geordert, 16 sollen nun die stärkeren Motoren erhalten. Weil die Firma Eurocopter, Tochter der EADS Chart zeigen, den "Tiger" seit den achtziger Jahren entwickelt und mit der Lieferung kampffähiger Serienexemplare Jahre in Verzug ist, spottet die Truppe über die geplante "Hoch und Heiß"-Version bereits: "Bis die kommt, sind wir aus Afghanistan längst weg."

Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CD) glaubt, dass die Bundeswehr noch "fünf bis zehn Jahre" in Afghanistan bleiben muss.



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