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COMPUTER Kampflos zum Monopol

aus DER SPIEGEL 44/2000

Vor 20 Jahren wurde der Computerkonzern IBM wegen seiner Vorherrschaft auf dem Markt der Großrechner noch von den Kartellbehörden verfolgt wie heute der Software-Riese Microsoft - nun bekommt IBM das Monopol quasi geschenkt. Denn immer mehr Konkurrenten stellen die Produktion der meist mehrere Millionen Mark teuren Großrechner ein und überlassen dem US-Pionier kampflos das Feld. So gab vergangene Woche die amerikanisch-japanische Firma Amdahl, einer der härtesten Konkurrenten von IBM, den Rückzug aus diesem Geschäft bekannt. Bereits im Frühjahr hatte die japanische Hitachi Data Systems den Kampf aufgegeben. Die Dinosaurier unter den Computern werden vor allem von multinationalen Konzernen zur Steuerung ihrer zentralen Informationsverarbeitung eingesetzt und bringen auch heute noch, trotz rückläufiger Geschäfte, einen Umsatz von etwa 30 Milliarden Mark im Jahr. Nach dem Ausstieg der wichtigsten Konkurrenten hat der IBM-Konzern, der das Geschäft bislang schon mit einem Anteil von 80 Prozent beherrschte, auf diesem Markt nun freie Bahn.

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