Karriere-Hindernisse Risikofaktor Frau

Deutsche Frauen sind schlechter dran als die meisten anderen in Europa - und das hat reichlich Gründe, sagen prominente Erfolgsfrauen. Auf SPIEGEL ONLINE sprechen sie über katastrophale Kinderbetreuung und verraten, wie sie sich in Hahnenkämpfen durchsetzen.


Kronberg - Die nackten Zahlen und Umfrageergebnisse sind ernüchternd: 27 Prozent der Frauen fühlen sich wegen des Geschlechts in ihrer Karriere benachteiligt, ergab etwa eine Erhebung der Unternehmensberatung Accenture. Rund ein Viertel der Frauen sehen demnach durch den enormen Einsatz für Familie und Kinder ihre Aufstiegschancen beeinträchtigt. Befragt wurden 2200 Führungskräfte in 13 Ländern.

Vergangene Woche löste eine EU-Studie bei vielen Politikern blankes Entsetzen aus: Die Position von Frauen ist in Deutschland im EU-Vergleich besonders schlecht. Sie verdienen im Schnitt 22 Prozent weniger als männliche Kollegen und besetzen nur 13 Prozent der Führungspositionen.

Pflichtbewusst prangerte man im Bundestag vergangene Woche den bundesrepublikanischen Machismus an. "Ab 30 stoßen Frauen erbarmungslos an eine gläserne Decke", sagte Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen. Einen Aktionsplan werde sie in den nächsten Wochen vorlegen. Union und SPD hatten pünktlich außerdem einen Antrag für gleiche Chancen auf dem Arbeitsmarkt ins Plenum eingebracht.

Doch ob sich die Gleichberechtigung von oben durchsetzen lässt, daran haben Frauen, die es in hohe Positionen geschafft haben, ihre Zweifel - das zeigt die Umfrage von SPIEGEL ONLINE:



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