KarstadtQuelle-Gewinnwarnung Versandhandel ruiniert Middelhoffs Prognose

Angesichts dramatischer Einbrüche im Versandhandelsgeschäft hat KarstadtQuelle seine Umsatz- und Ergebnisprognosen für das Gesamtjahr gesenkt. Die Aktie wurde vom Handel ausgesetzt.


Frankfurt am Main - Der Konzern werde im laufenden Jahr nicht mehr wie geplant ein bereinigtes operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von über 500 Millionen Euro erreichen, sondern nur noch eines von über 350 Millionen Euro, so KarstadtQuelle in einer Pflichtmeldung.

Der Umsatz im Konzern werde im mittleren einstelligen Prozentbereich unter dem des Vorjahres bleiben. Bislang hatte der Konzern einen Umsatzrückgang im unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht gestellt.

KarstadtQuelle begründete den Schritt vor allem mit der Geschäftsentwicklung des Universalversands mit den Marken Quelle und Neckermann. Wie die inzwischen abgeschlossene Bestandsaufnahme ergeben habe, dürfte dieser seine Planzahlen im laufenden Geschäftsjahr nicht erreichen.

Der Handelskonzern erklärte weiter, man werde den bisherigen neunköpfigen Vorstand der Versandhandelssparte auflösen. Zudem würden die Neckermann AG und die Quelle AG künftig in GmbHs umgewandelt und künftig getrennt von einander geführt. Konzernchef Thomas Middelhoff will heute Nachmittag Details zum Stand der laufenden Sanierung bekannt geben.



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