KarstadtQuelle-Sanierung Deutsche Post will Logistikgeschäft kaufen

Die Deutsche Post will die Logistiksparte des angeschlagenen Warenhauskonzerns KarstadtQuelle übernehmen. Das Essener Unternehmen hofft auf einen Erlös dreistelliger Millionenhöhe.


Essen - "Wir haben ein Angebot unterbreitet, ein Vertrag ist aber noch nicht unterzeichnet", bestätigte ein Sprecher der Post am Mittwoch auf Anfrage. "Die Verhandlungen sind weit fortgeschritten", bestätigte auch ein KarstadtQuelle-Sprecher, machte jedoch keine Angaben zu einem möglichen Verkaufszeitpunkt. Die Aktie von KarstadtQuelle Chart zeigen legte am Mittwochmorgen um ein Prozent auf 6,96 Euro zu.

Nach Angaben der "Financial Times Deutschland" hat der Konzern seine Logistikaktivitäten in drei Pakete eingeteilt, wobei das erste nun von der Post übernommen werde und über Paket zwei erst im kommenden Jahr entschieden werden solle. Unter Berufung auf Branchenkreise berichtete die Zeitung zudem, der Verkauf des dritten Paketes sei inzwischen abgeblasen worden. Ein Karstadt-Sprecher wollte dies nicht bestätigen. Nach Angaben der Post ist das Unternehmen hingegen am "ganzen Paket" interessiert. Zur Höhe der Offerte wollte sich der Post-Sprecher nicht äußern.

Die Deutsche Post hatte die Übernahme bereits am 1. Dezember beim Bundeskartellamt angezeigt. Nach Informationen der "FTD" handelt gehts es um das Warenverteilzentrum in Unna und um Teile der KarstadtQuelle-Tochter Optimus.

Früheren Angaben zufolge will KarstadtQuelle durch den Verkauf von Tochterfirmen eine Milliarde Euro erlösen. Dabei sollte die Veräußerung der Logistikaktivitäten zwischen 200 und 400 Millionen Euro einbringen. Die Verkäufe sind ein wichtiger Meilenstein für die Sanierung des Konzerns, ebenso wie die geplante Kapitalerhöhung.



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